schon wieder eine party, für die ich zu müd bin, schiete. dafür heute meiner mutter zugehört, wie sie von einem edoardo b. geschwärmt hat, „aus deiner klasse“, „der ist jetzt im vorstand von böhringer, der hat das gut hingekriegt“. dann fragt sie nach, was ich nochmal mache, schweigt und sagt „ach so.“ nach ein paar hinweisen über die angemessene pflege von bettwäsche und porzellan und einigen einrichtungsvorschlägen sagt sie im tonfall ehrlichen trostes „vielleicht findest du ja doch noch mal einen richtigen mann“, und erzählt mir dann ausführlich, wieviel geld sie im monat zur verfügung hat und dass „der johannes, der war doch in deiner parallelklasse“ sich jetzt noch eine villa am comer see gekauft habe. „aber naja,“ schließt sie dann „die haben auch alle früh angefangen“, „und es ist doch auch eine kunst, mit sowenig geld auszukommen, wie du das machst. es macht ja nichts, dass die wohnung so aussieht, du musst ja zum glück auch keine empfänge geben. aber die lage, die ist schon toll hier, und es reicht dir ja auch, nicht?“ dann zieht sie von dannen und ich genehmige mir einen feinen alten lagavulin.

12 Gedanken zu „“

  1. REPLY:
    Ja verstehe ich. Manchmal braucht’s eben Zeit. Ich habe immer darauf vertraut, dass mir meine Miezen ihre Nachfolger aussuchen und schicken. Das hat immer wunderbar geklappt! Man weiß nie, wen Jack Euch da gerade schickt. 😉 Also Augen auf!

  2. gott sei dank ist miener mutter so was fremd.
    ich erwische mich aber mitunter gegenüber meiner tochter bei so einem verhalten. dann muß ich mich ganz schnell innerlich abwatschen.

  3. Meine hat das früher auch gemacht: Zeitungsausschnitte über den Banker, den Regisseur, den Arzt. Jetzt erzählt sie nur noch, wer davon sich umgebracht hat oder sonst wie verstorben ist. Seitdem ist es besser.

  4. Danke, Danke, Danke. Ich bin immer total froh, wenn andere auch so seltsam nullkommanichtsemphatische Mütter haben. Meine ist, auf eine andere Weise, genauso furchtbar. Bei ihr geht es nicht um Geld, sondern um Familie, Kinder, Zusammensein, gemeinsame Feste, Enkelkinder etc. Und das sie nix davon abkriegt, bei mir. Ich hab ihr keine Enkelkinder geschenkt, ich mache keinen Urlaub mit ihr und Papa, ich finde jedes Familienfest anstrengend, ich schenke ihr keine fotos von mir und meinem Liebsten in Sonntagskleidern. Sie leidet sehr daran. Meine Mutter weiß auch nicht, womit ich mein Geld verdiene. Aber ich soll mir merken, dass die Enkelin ihrer Nachbarin demnächst jemanden aus Australien heiratet.

  5. REPLY:
    na, immerhin sind sie ganz bei sich, diese mütter, das ist ja auch ne kunst. sie nehmen sich ernst, haben eine meinung und man weiß immer, woran man ist mit ihnen…

  6. REPLY:
    die ist gleichzeitig zu ähnlich und nicht ähnlich genug, und für eine ausbildung eigentlich schon zu alt. ob tierheim oder nicht, spielt aber keine so große rolle, solang nix schlimmes passiert ist und die hunde die nötigen fähigkeiten haben. ich glaube, bei noch einem shorthair-collie würde ich jetzt grade immer nur sehen, dass es nicht jack ist, nicht so klug oder schön oder lustig…. ich glaube , wir sind noch nicht so weit, aber thanks for the call 🙂

  7. Ich habe keine Vorhänge, gehe nicht mit Kostüm in die Schule, trage Clownshosen und habe keine Kinder.
    Und ich sehe immer ungekämmt aus.
    Aber den Sägewerksbesitzer haut sie mir nicht mehr um die Ohren. Der ist alt und fett.

    Wenn es ganz schlimm wird, entschuldige ich mich bei ihr dafür, dass ich nicht ihren Vorstellungen entspreche.
    Dann erschreckt sie etwas.

    Schön ist aber, dass das Enkelkind ihr sagt, was ihr nicht passt an der Oma. Und an den Vorhängen. Und so weiter. Es überspringt immer eine Generation

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