deplacement

deplacement, merkwürdiges. erste hühnersuppe. das fehlen des sommers fällt mir gar nicht auf, ich sehe dem schnellen wechsel draussen zu und habe das gefühl, die zeit verginge schneller als sonst, während ich in meinem elastischen stillstand festsitze (plaste und elaste aus schkopau). aber das gepladder verhindert radfahren, and that sucks.

das stille glück, kann ick. ist langweilig.

unbehagen bei absätzen oder diesen absatzmarken in blogtexten, lieber alles condensed auf einen nicht mehr lesbaren punkt.

kinder vor der glotze nach endlosen versuchen, streitereien zu schlichten. einmal um dem block gescheucht hab ich sie, für programm fehlt mir die lust grad.

begeistert vom leben, auch wenn sich das nicht immer so anhört, hier liegen, unter einem plaid, dem regen zusehen, eigentlich das hühnerfleisch lösen müssen, die freude über kinder, die wohnung, die dinge in ihrem bezug zu mir, die freude an der brillanz vieler sätze bei „on beauty“, der alte kelim unter den nackten füßen, der regen. ziele haben, hatt ich immer, fast keines erreicht, aber hey, man richtet sich ein.

hundert 60w-glühbirnen gekauft, ist das nicht verrückt? die sind mir eigentlich zu dunkel, aber das andere licht ist im berliner winter nicht adäquat.

keine lust, den houllebecq zu lesen, den ich schon hin-und zurück nach italien geschleppt habe. mich beunruhigt immerhin sein titelbild, ich finde die abgeklärtheit des autors total uninteressant und unangemessen in meine wahrnehmung seiner werke hineinschwappend (grad über inappropriate als reizwort der amerikanischen akademikerwelt in „on beauty“ gefreut), sein unglück macht es auch nicht besser, die bücher vergilben einem unter den händen weg. aber das bild ist großartig.

shittibitty, ich muss jetzt das huhn.

4 Gedanken zu „deplacement“

  1. … Jahrhunderte unter diesem Schild („Plaste und Elaste aus Schkopau““) an einer Überführung auf der Transitstrecke nahe Magdeburger Börde Richtung Berlin gefahren, weshalb mir die Erwähnung schlagartige Deja-Vu-Erlebnisse spendiert, ich kann mich kaum an Trostloseres erinnern, als an müden Kellnerinnen, die mir für 10 Pfennig einen Teller Soljanka serviert haben, an die Westmark-geilen Intershops, an die grauen Vopos mit den fahrbaren Spiegeln, mit denen eventuell am Fahrzeugboden haftende Republikflüchtlinge gesucht wurden, Gott, was für eine Zeit, ich hätte mir wahrscheinlich nach sechs Monaten DDR einen langen Nagel in die Wand geklopft…

  2. REPLY:
    yup, genau dieses schild hatte ich im kopf, das haben wir westberliner wohl alle, kann das sein? ein echtes symbolbild, an der elbbrücke nach osten hin, ich weiß, ich bin da auch immer dran vorbei und es blitzt noch heute beim dranvorbeifahren auf, es war die hälfte der transitstrecke, dann folgten nochmal 150km gepolter. die langen bänder, auf denen die pässe an der grenze zum stempeln transportiert wurden, das merkwürdige miteinander auf der transitstrecke mit den ddr-bürgern in ihren autos und den berlinreisenden in ihren.

  3. hundert 60w-glühbirnen gekauft, ist das nicht verrückt?

    Ach was. Ich halte mir hier auch Vorräte. Nicht ganz so viele, allerdings, aber doch ein paar und vielleicht sollte man bis Mittwoch noch schnell… Wenn ich solche Untersuchungen sehe über all die Giftstoffe, die aus diesen Blödbirnen verdunsten, weiß ich, es ist nicht nur das völlig indiskutable Licht, das mir Energiesparlampen nicht ins Haus kommen läßt. Ich benutze jetzt einige Halogenlampen, die aussehen wie althergebrachte Glühbirnen und auch ähnliches Licht liefern. Alles andere betrachte ich als inappropriate.

  4. REPLY:
    es ist kein großer karton, vielleicht 3 schuhkästen (mein system für freien platz) der passt auch zwischen dinge – ich wusste das mit dem gifthauch des fortschritts nichtmal. die massen an esl bei ikea! die marktmacht hinter all dem scheiss. an allen kinderbetten hatte ich energiesparlampen – unangemessener fortschrittsglaube. ich folge ihrem beispiel, herr kid.

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