KW 21

gemerkt, dass mich dieser winter auf diesen sommer vorbereitet hat, mir genügt das grün. der balkon verblüht, ohne dass man dort sitzen könnte, der campari im kühlschrank ist noch voll, vom sommerziel italien höre ich auch nur regen, aber es stört nicht wirklich, weil die tage so voll sind. ich kaufe keinen sommerregenmantel, das wär schlechtes karma. im hotel mama haben sich 4 grosse und 2 kleine regenschirme zusammengefunden, keiner davon gehört uns, aber ich kann die jetzt passend zur kleidung wählen. rot, schwarz, grün, blau und grau.

kosten, kosten, wo man hinschaut, 2x sommerrüste, steuern, offene betriebskostennachzahlung, anwältin, nachhilfe, kinderklamotten.

heut früh den grossen um 8uhr auf dem baseballplatz abgeliefert, weil die bvg samstags da nur selten hinfährt, nach dem (gewonnenen) turnier das kind zu einer jugendweihe in schildow gebracht, ungefähr so weit draussen wie gregors neue schule, sehr weit draussen also, mitten in der pampa, noch nicht alleen-gegend, aber fast. mir vorgestellt, dorthinzuziehen, wenn wir den schulplatz nehmen müssen, in diese eigentümliche nicht fisch-noch-fleisch-tristesse der stadtrandbezirke, gemerkt, wie sehr ich mit meinem stadtteil identifiziert bin, wie verloren ich mir dort vorkäme. von den umzugskosten könnte ich wahrscheinlich ein paar monate einen schulbus finanzieren, beruhigt, weil ich mit meinen prekären beruflichen verhältnissen eh keinen mietvertrag bekäme. dann einkaufen, jetzt noch ein buchladen, dann essensmitbringsel vorbereiten für eine der beiden parties, auf die ich gehen werde, es ist schon 16:38, trockner ist noch voll, wäschetonne und waschmaschine ebenfalls, wie immer, wenn die morgendlichen haushaltstunden ausfallen. wobei der trockner nicht mehr ganz voll ist, weil eins der kinder dadrin etwas gesucht hat, jetzt kann man die frische wäsche auf dem badezimmerboden viel leichter finden. der hund hat fellwechsel, ich hätte heute dringend staubsaugen müssen, um die anfallenden kissenfüllungen wegzumachen, aber wir erwarten eh keinen besuch heute. kein regen immerhin.

grosse freude: emma hat in den letzten paar wochen begonnen, mir meine unterzuckerungen zu zeigen, ganz schüchtern, wie es ihre art ist, sie leckt mir einmal übers handgelenk, so im vorbeigehen. heut früh ist sie zu mir ins bett gehopst, einmal handgelenk, dann ist sie wieder weg, BZ war 60. damit ist das grösste hindernis zu ihrer ausbildung aus dem weg. sie zeigt an. jetzt muss ich mich wieder in die arbeitsschritte einlesen, die ich damals bei jack so erfolgreich angewendet habe, das problem dabei ist die anpassung an ihre persönlichkeit, sie ist viel vorsichtiger und zurückhaltender.

2 Gedanken zu „KW 21“

  1. Ach, das mit dem Hund lese ich gerne. Was für ein zauberhafter Moment.

    Nearly off topic: Ich habe mich übrigens im Nachhinein mit meinem Besuchshund, mit dieser Erfahrung, doch ausgesöhnt. Nicht selten frage ich mich: Was würde er tun, wenn er jetzt hier wäre? Wo würde er liegen?

  2. der besuchshund war eine ordentliche portion, und wenn sogar da das aussöhnen möglich scheint … ich würde euch übrigends zu gerne mal als kontrastprogramm die emma für eine weile vorbeibringen! ich wette, danach gäbe es nach ein paar wochen familienzuwachs bei euch.

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