ferragosto

das feuerwerk ist hinterm berg, aber es ist nur ein kleiner berg, und die schläge dröhnen tief und laut. ich hab schon fast alles probiert, bis zufällig in einer playlist norwegian wood kam, und dann hat emma ihren kopf auf die pfoten gelegt und kann ausatmen. es sind die sachen für ruhige momente, die auch bei ihr funktionieren.

dann spielt das verf… itunes statt nur einer arie auch die nächste des albums, ausgerechnet  „avert these omens“ mit dem pauken-donner von semele, und der hund zittert wieder. so ein schreckliches programm. grad (einen tag später) nochmal gespielt, um den namen zu suchen, emma reagiert nur im kontext mit panik.

bin zur ruhe gekommen und wieder bei mir, es fühlt sich an wie geschlossene kreise, nicht nur die alte musik, auch das wegkönnen und dableiben, nicht mehr fassade, sondern die mischung aus freiem und unfreiem, lautem und leisem, den zartheiten und der ungeduld, kein halber meter abstand zu sich selber, selbst wenn man zu zweit ist. sehr angenehmer zustand. keine ahnung, ob es erholung oder abstand ist. plan für den winter: sich im griff haben als umarmung.

angenehme um die 30°, abends frischt es auf, vom see hört man die motorboote, ein kleines lüftchen weht und bringt die wolken von der westseite herüber. heute kein monte rosa zu sehen. keine lust auf strand.

jetzt sehr sehr rote nägel, aber flipflops dazu.

3 Gedanken zu „ferragosto“

  1. Hachja, die Gute Alte Musik. Ist bei mir derart positiv besetzt, daß ich vieles, grad von den Beatles, nur hören kann mit gleichzeitigem Weinen. Zu nah am Orchestergraben gebaut. Und dann letzte Woche Kraftwerk gehört, plötzliche Erkenntnis: da fehlt doch was? Und ob da was fehlt: 6000 bis 8000 Hz, ganz gewaltig inzwischen, hin- und hergehört mit und ohne Equalizer, der das bestätigt.

    Abhilfe gegen 1: das Stück denken, ein oder zwei Elemente daraus nachbauen, dann daraus etwas Eigenes machen, das nichts mehr mit dem Ideenkeim zu tun hat. Funktioniert grad prima, neue Stücke alle paar Tage, nächste Woche kommt meine Sängerin, mal sehen, was wird.

    Weiterhin Ruhe und Frieden und viel weiten Himmel!

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