reisen, kinder, alles

start in die usa, flughafen frankfurt, wir mussten nochmal austeigen und die jungs hatten spass

ich bin heute vor 10 jahren mit den jungs in den california zephyr gestiegen, um von der westküste nach chicago zu fahren. wir hatten da schon ein paar wochen reise hinter uns, sind die küste runter gefahren, dann ins landesinnere an den grand canyon und nach page, zum antelope canyon. auf dem rückweg nach san francisco waren wir noch paar tage im sequoia national park unterwegs, das ist der eine ort, den ich unbedingt wiedersehen möchte. dann 3 tage im zug, durch die rocky mountains, durch endlose steppen, berge hoch und wieder runter. ich liebe zugfahren, es gab dauernd steaks für die jungs, guten kaffee für mich, großartige aussicht aus dem panoramawagen, gespräche mit anderen reisenden. habe leider nix über die zugfahrt aufgeschrieben, es gibt aber ein paar texte über die anderen stationen auf dem 5-wochen-trip durch die usa. es war so toll, die erinnerung daran trägt immer noch.

bahnhof emeryville, warten am bahnsteig auf einfahrt des california zephyr

ich vermisse sowas, mir kommt mein leben grade total langweilig vor, ich hänge auf twitter fest, lese zuviele nachrichten, fast alle finster, tagsüber arbeite ich, abends bin ich zu müde für irgendwas. gelegentlich ein buch, viel salat, hin und wieder aperols mit freundinnen. mal wieder so ein abenteuer, schon die planung hat einen irren spass gemacht, wenn ich das richtig erinnere, das möglichmachen, heranholen, realisieren von einfällen.

beim alleinerziehen war einfach immer irgendwas los, es gab andauernd was zu tun, und kinder machen alles so sinnvoll, es gibt keinen besseren grund, etwas gut zu machen, jedenfalls keinen, der so voller liebe ist. so dankbar, dass ich die jungs hab.

3 Gedanken zu „reisen, kinder, alles“

  1. Naja, wenn man alleine ist, muss man alles aus sich selbst ziehen, das kann manchmal ganz schön anstrengend sein. Bin heute das erste Mal seit langer Zeit wieder in der Eifel gewandert, nachdem sie die von der Flutkatastrophe zerstörte Bahnstrecke in Teilen wieder geöffnet haben. Habe für die Strecke, die normalerweise nur eine Stunde dauert, heute zwei gebraucht, weil ich alle 2 Meter eine Pflanze identifizieren musste. So viel zum Fluch der Technik 🙂 Drüsiges Springkraut, Königskerze, Pestwurz…

    1. glaube ich, das merke ich ja auch grade. das ist nicht immer leicht. apps sind da großartig, so tolle namen, klingen nach einer hexenspeise! früher hat mann die pflanzen sammeln und pressen müssen, oder zeichnen, und sie dann recherchieren, dafür ist man dann aber auch intensiver beschäftigt damit.

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