sagt mal, wisst ihr eigentlich noch genau, mit wem ihr mal und mit wem nicht? gibt es menschen, bei denen es einen kleinen bereich des zweifelns gibt, oder wo man vielleicht was verwechselt oder vergessen haben könnte, oder solche mit fließenden übergängen?

18 Gedanken zu „“

  1. Wenn Du nicht Tennis spielen meinst: Ja, weiß ich noch. Gründlich ausgeleuchtet, ohne Grauzonen. Ist vielleicht ein glückliches (oder langweiliges) Zusammentreffen von nicht ganz schlechtem Erinnerungsvermögen und geringem Umfang des zu erinnernden Materials. Sehr überschaubar und ordentlich wegsortiert.

    Und jetzt möchte ich andere Antworten lesen!

  2. sehr interessante frage… beim küssen habe ich wirklich völlig den überblick verloren. und auch bei so anderen semi-handlungen weiß ich ggf. schon mal einen namen nicht mehr. aber die, mit denen ich schlief, die weiß ich alle. (glaube ich : )

  3. allein schon, weil es mitunter in völliger finsternis statt fand, öhhhrm, nein. (aber auch ohne darkroom: an hervorragende dinners erinnere ich mich, aber ich kann nicht jede tüte chips aufzählen.)

  4. Ja. Uneingeschränkt ja.
    Keine fließenden Übergänge. Alles klare, harte Grenzen.

    Allerdings gebe ich zu, dass es mit der korrekten Nennung des einen oder anderen Nachnamens evtl. hapern könnte.

  5. Ich hab das dann irgendwann mal sicherheitshalber notiert und dann das Zettelchen ganz weit weg versteckt… Jetzt müßte ich doch glatt mal gucken, ob da auch Nachnamen drauf stehen, die weiß man ja schließlich nicht von Jedem…

  6. ich wüsste es glaube ich, wenn ich vor ihnen stünde, aber die namen sind nicht mehr da, die körper auch nicht, einzelne sätze oder blicke oder bilder, daran erinner ich mich deutlicher als daran, ob oder ob nicht. zum beispiel erinnere ich noch einen kuss inmitten einer party, mit anfang zwanzig, der schien die ganze nacht zu dauern – aber mit wem?

  7. REPLY:
    weißt du wirklich nicht mehr mit wem oder nur den namen nicht mehr? die namen habe ich gelegentlich vergessen, aber ich weiß doch normalerweise wer die frau war.

  8. Neulich wurde ich einmal gebeten alle Namen aufzuschreiben. Nur um die Zahl zu ermitteln. Dabei fiel mir auf, dass ich gewisse Namen aufschrieb, mit denen ich bei näherem Nachdenken gar nicht gedingst hatte. Allerdings direttamente aus dem Sexgedächtnis gezogen. Muss am Verlangen liegen, das man füreinander hatte. Aus Gründen ist es dazu dann nie gekommen.
    Aber Du meinst eher Unsicherheiten über das „ob“ oder das „ob nicht“?

  9. Da ich es ja nicht so mit Drogen und Dunkelheit hatte, erinnere ich mich an alle, wenn ich tief genug krame und bin sicher, ob oder ob nicht. Aber fragt mich nicht nach Namen.

    Dunkelheit. Das schönste Erlebnis hatte ich in absoluter Dunkelheit.

  10. Mir scheint, da habe ich ganze Landstriche oder Jahrgänge vergessen. Meist ist es aber ganz amüsant, nachzufragen – du haben wir eigentlich damals? (Antworten sind mitunter auch überraschend, manchmal denkt man, man hat, weil man dmals unbedingt gewollt hätte, und andersrum)
    Erst neulich blickte mich von einem Grabstein in Schöneberg ein Gesicht an, das mir gleich tief ins Herz fuhr, ich kann mich noch genau daran erinnern, wie er roch und wie er hieß und wie glatt seine Haut war. Aber ob wir eine Affäre hatten, eine Liebelei, oder eine Freundschaft, und in welchem Umfeld – ich weiß es nicht mehr, nur daß ich berührt war. Und keiner da, den ich fragen könnte.

  11. … sicher der Vetreter des Ältestenbeirates, insofern mag die wohltuende Teilversteifung des Erinnerungsvermögens eine Rolle spielen, aber: ich hatte mal eine Phase, da habe ich Liebebriefchen und schöne Fotos und dergleichen chronologisch geordnet aufbewahrt, um irgendwann mal Erinnerungen erleichtern zu können – und plötzlich sah alles aus, wie eine Devotionaliensammlung und ich sah aus wie ein fieser Macho.
    Da habe ich mich hingesetzt und die Fotoalben und und die Kistchen und Kästchen geleert und entschieden, dass mein Leben kein Altar für vergangene Lieben sein soll und habe Leere geschaffen, wo es mir vorher zu voll war.
    Und seitdem gibt es weiße Flecken und Lücken und Namen fehlen und Taten und Erlebnisse.
    Und das ist wohl gut so

  12. REPLY:
    ich habe den mann schon noch vor augen, aber wer das nun war, ob ich ihn kannte, woher, ob ich ihn wiedergesehen habe, mit wem er befreundet war – das weiß ich nicht mehr. ein italiener, ich lebte ja in italien damals, dunkle haare, groß – ich erinnere das, was für mich wichtig war. der kuss.

  13. wie mek und lucky das beschrieben haben, die erinnerung unterscheidet nicht immer zwischen wunsch und tatsachen. ich kann die dann rekonstruieren, wenn ich drumrum suche und die stücke und fragmente zusammensetze, aber es ist nicht alles abrufbar.

  14. REPLY:
    die leere, das man frei ist für alles, die erfahrung dann im besten fall als sicherheit und freiheit im hintergrund. das ist doch ein ansatz für den frühling.

  15. Ich hatte immer nur unvergessliche Erfahrungen.

    Allerdings hat man mir nicht immer den richtigen Namen angegeben, insofern kann ich die Frage nicht wirklich beantworten.

  16. REPLY:
    Das kann ich so unterschreiben. Ich habe ja irgendwann beschlossen, dass Küssen nicht zählt, und konsequenterweise alles und jeden vergessen, der mein Herz nicht berührt hat. Ganz gelegentlich frage ich mich auf irgendwelchen Parties im Gespräch mit irgendwem, ob da nicht … oder vielleicht doch? Ich frage aber nicht nach, ich nehme an, die Gegenseite weiß es vermutlich auch nicht mehr. Ich habe viel gefeiert, früher irgendwann.

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