kw12

 

das graublaubraune auf dem bild ist blankes spiegelndes eis, und nein, es ist überhaupt kein blitzeis.

*

ich glaube, ich würde gern später noch ein kind kriegen und mich dann so darüber freuen wie praschl. (hey, er hat ja seitdem weitergeschrieben, was für eine schöne überraschung.)

*

ich habe inzwischen eine alte gitarre gekauft, über ebay, ich würde sie gern mal von einem könner gespielt hören, ich weiß nicht einmal, wie gut sie wirklich ist, sie ist schön laut im gegensatz zu gregorzwillings nylongitarre. mich begeistert sie, das genügt für eine anfängerin vollkommen. wenn sie doch nicht soviel taugt: pas mal, sie war nicht teuer. ich würde gerne auch musiktheoretisch etwas auf den baum kommen, mein grundwissen reicht grad mal zum tonarten zusammenstoppeln, mit zählen (ganz-ganz-halb usw.), über die tonarten und über die griffe verfügen kann ich natürlich gar nicht. beim klavierspielen reicht es ja völlig, sich die kreuze und bs zu merken, da bin ich niemals auch nur in die nähe einer meta-ebene geraten, das ist auch heutzutage noch so beim kinderuntericht, theorie gibts gar nicht, wobei davidzwilling immerhin gerne improvisiert und kleine stücke selber baut am klavier, durch reines trial&error, das geht natürlich genauso gut, nur: es fällt ihm schwer, sich an seine ideen zu erinnern, weil er nirgendwo notation lernen kann/darf/muss. david benutzt garageband als lückenfüller, aber nur die aufnahme-, nicht die notationsfunktion. in der schule lernen die kinder so etwas natürlich auch nicht, also dort wird keinerlei musiktheorie vermittelt. eigentlich kaum verständlich, es ist ja ein bisschen wie sprachenlernen ohne grammatik.

*

putzfrau weggeschickt. habe ihr 4 wochen vorher bescheid gesagt, damit sie ev. noch was anderes finden kann, sie versteht: einen monat nicht kommen, dann alle vier wochen. sie weint, als sie es richtig versteht. ich schenke ihr zum abschied einen deutschkurs, die kinder finden: das ist ganz schön gemein. jetzt konzentration auf das angenehme dabei, keine blicke mehr in die schubladen, nicht mehr dieses bei aller rationalisierung doch noch spürbare unangenehme gefühl, jemand anderen dein klo putzen zu lassen, und die hässlichen gedanken, die der egoschutz ganz selbstläuferisch dabei auffährt: sie muss ja nicht so einen unsicheren job machen, sie könnte ja endlich deutsch lernen, das ist halt so bei putzjobs, es ist nicht mein problem. ich schätze sie bisschen älter als ich es bin, sie hat mehr kinder als ich, alle erwachsen, die enkelkinder bereits kommun… äh- die kommunion gibts nicht passiv, sie ist ein aktiver akt! merk dir das.

 

5 Gedanken zu „kw12“

  1. Ein Blatt mit KLaviertasten und den entsprechenden Noten darüber ans Klavier kleben, und dann Notenpapier und Bleistift danebenlegen. – Ich hab früher kleine Buchstaben auf die Tasten unsres Harmoniums geklebt, die „Noten“ von damals hab ich sogar noch!

    1. so gehts natürlich auch. noten lesen können wir zum glück, aber noten schreiben, mit takten, notenlängen, pausen, harmonien, das fehlt. wenn die kids das gleichzeitig mit dem lesen und schreiben lernen würden, dann gäbe es wesentlich mehr musik auf der welt. im musikalischen sind die leuts im zeitalter der oralen übertragung mündlichen überlieferung steckengeblieben.

  2. Boah, die Gitarre, ist die schön! Damit anzufangen muss aufregend und wunderbar sein, ich beneide Sie. Und Noten werden überschätzt, finde ich. Also fand ich, damals. Ich habe fünf Jahre lang jede Woche Unterricht gehabt, klassische Gitarre mit viel Noten und Theorie. Und dann aufgehört, weil ich ungeheuer frustriert war, weil so viele Freunde ganz super Blues spielen könnten und ne Band hatten und all so was – ohne auch nur eine Note lesen zu können! Das nervt mich heute noch. Die Noten haben mir den unmittelbaren Zugang zur Musik gründlich verstellt. Beim Gesangsunterricht, den ich letztes Jahr begonnen habe, konnte die tolle Lehrerin mich nicht dazu überreden, es noch mal zu versuchen (mit der Gitarre). Ich trau‘ mich nicht, mit so-gut-wie-50 Jahren!

    1. ja, das finde ich auch alles aufregend, ich nehme sie gern in die hand zum üben, die hände geniessen das neue, ich kann mir selber bei der neuorganisation von bewegungsabläufen zuschauen, sehr empfehlungswert. ich bin jahrgang ’65 und halte ihr alter demzufolge für keinen guten grund 😉 es geht doch nicht immer um ziele, und auch wenn: warum sollten sie in 5 jahren weniger lernen als ein 14jähriger, der den kopf mit anderem voll hat?
      ich vermute, das man das bluesspielen richtig lernen muss, das ist vielleicht ein vollkommen anderer weg als klassik? versuchen sies doch einfach! bei einem nicht klassischen lehrer, es ist heute alles total entspannt und geht mehr um das vergnügen. was soll denn passieren?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Heads up! You are attempting to upload an invalid image. If saved, this image will not display with your comment.