leichte abos, schwere abos

am leichtesten wiegt der new yorker. für 5€ pro monat kann ich ihn komplett digital lesen, für ein paar cent mehr auch haptisch. monatlich kündbar.

am liebsten würde ich die süddeutsche abonnieren, die die landet aber mit ihren 20€ monalich schlicht jenseits der schmerzgrenze. warum? weil ich auch andere zeitungen lesen will. die faz, die taz, plus noch ein paar nichtdeutsche. nicht vollständig, mein gott, wer liest denn digitale zeitungen vollständig?

ein dünnes wochenmagazin lässt sich vielleicht schlecht mit einer dicken tageszeitung vergleichen, aber ich habe die digitale washington post bei einem angebot im letzten jahr für 20 dollar im jahr abonniert, da kann man vielleicht mit der wohl sehr viel höheren auflage argumentieren – aber auch repubblica+, auf italienisch, kann ich digital für 3€ monatlich buchen, ohne die erpresserische ein- oder zweijahresbindung (was soll die bescheuerte geiselnahme? angst und gier. niemand sonst kann es sich leisten, so mit kunden umzugehen: „gut, ich liefere gern, aber nur, wenn sie mir das zwei jahre lang abkaufen, zahlbar im voraus“),  und habe das sofort, und spontan, getan. auf dem großen rechner im browser finde ich allerdings die zahlgrenze der repubblica nicht einmal und kann alles sofort lesen, ein rätsel.

habe das nie verstanden, warum die zeitungen hier sich so sehr gegen die vorzüge des digitalen vertriebs stellen, und nur versuchen, den leser auszuschließen, statt verlockende angebote zu entwickeln. die ätsch-methode mit den teasertexten bei der sz finde ich ärgerlich, ich bin doch keine fliege, die in einer falle landen möchte. warum denn bloss keine schwellenlosen abos mit variablen und niedrigen preisen? die masse kommt bestimmt, wenn es billiger wird. umgekehrt wird das nüscht.

oder ein offenes papierabo, montags die sz, dienstags die berliner, freitags die sz, jeden tag eine andere zeitung. würde ich machen, dazu bräuchte es aber wohl ein praktisches monopol oder sowas.

so, nun hab ich mich von den abofallen gut abgelenkt und werde heut abend frei und souverän ins buch wechseln, allerdings keine 50 seiten lang.

4 Gedanken zu „leichte abos, schwere abos“

  1. Ich denke über das Fair-use-Abo vom Standard nach, weil ich den wirklich oft nutze. Und tatsächlich, ob ich eine Kunstzeitschrift in England abonniere, also ganz brav als Printausgabe, weil sie mir ganz gut gefällt. Dann aber sehe ich wieder geknickte oder durchnässte Exemplare im Briefkasten vor meinem geistigen Auge… Aber je mehr Bezahlschranken im Netz auftauchen, muß ich wohl umdenken. Oder das Lesen auf dem Tablet einüben.

    1. oh sorry, nicht ins blog geguckt! twitter lenkt zu sehr ab. Ja, ich lese online im bewusstsein, dass sie irgendwann alle funktionierende bezahlschranken haben werden. die schönen hefte vielleicht bei einem ausflug in den handel kaufen gehen? oder einen neuen Briefkasten!

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