kinder und kunst

[aus dem alten blog, 2011. anreiz, um nach monaten mal wieder mit den jungs in ein museum gehen.]

um drei setze ich die zwillis aufs rad und fahre mit ihnen zum hamburger bahnhof. „mama, mama, was gibt s denn da?“ als wir davorstehen, sagen sie, das sei das langweiligste museum der welt, da waren doch diese rentiere, das war to-tal langweilig. welches mögt ihr denn am liebsten? „das technische!“ kommt sehr schnell. und überhaupt, am schrecklichsten sei diese große leere halle mit nur luft drin. aber sie kommen fröhlich schimpfend mit hinein und stehen nach 5 sekunden barfuss in der warteschlange, um die plastikballons besteigen zu können. die andere, größere kugel mit den beiden etagen drin muss auch sein, obwohl man da noch länger stehen muss, es stört sie nicht, sie genießen wie ich die höhe und das tauchgefühl in der luft. es ist immerhin etwas weniger langweilig als die rentiere, die waren furchtbar langweilig. als ich noch die steile stiege herunterklettere, stehen die beiden schon im durchgang zur flick-sammlung, wusch, sind sie weg, mit schnellem schritt durch jeden raum, einmal um jede arbeit herum, die skulpturen von dieter roth mögen sie natürlich, den raum von bruce naumann ohne seele finden sie kurz spannend, „mama, erklär mal“, rufen sie und sind schon wieder eine arbeit weiter.

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