boldly go

gestern gebannt vor einem video gesessen, in dem jemand eindringliche ratschläge für 60jährige gibt. die hälfte der zeit war ich mir nicht sicher, ob es ai ist oder nicht, ihre sprache zu kohärent, der textfluss ohne fehler, wiederholungen, unterbrechungen, ich bin mir immer noch nicht sicher, aber ich konnte auch nicht weggucken, anders als bei allen anderen menschen, die ihr gesicht für vorträge in die kamera und damit auch direkt in mein gesicht halten, da gehe ich immer unwillkürlich einen schritt zurück und clicke weiter.

eine weile lang war ich gleich alt wie star trek, dessen erste folge „the cage“ im februar 1965 zum ersten mal gesendet wurde, also vor genau 61 jahren. in dieser woche geht es bei starfleet academy um sisko, den chef der raumstation ds9, die serie ist eine meiner liebsten aus dem franchise, und es wurde ein theremin gespielt, ausrufezeichen, so ganz nebenbei und selbstverständlich – bin wieder an bord als trekkie, auch wenn ich mir bei der grundaussage der serie, die ich wunderbar finde, vorkomme wie rita, als sie sich in groundhog day den weltfrieden wünscht. finde es schon einfach generell tröstlich, dass etwas gutes weitergeht, und hier machen sie es mit neuen gesichtern und neuen geschichten, das ist nicht unmutig, die eltern einer respektsperson (lura thok/ gespielt von gina yashere) sind ein jem’hadar und eine klingonin, das ist wirklich eher unerwartet.

heute einen aufregenden termin gehabt, über den ich irgendwann mal ausführlicher reden werde. jetzt so ein gefühl, als ob die magnetspäne meiner vielen beruflichen wege und privaten interessen sich neu orientieren, erleichterung, aufatmen, neugierde. mal sehen, was da noch kommt. durch eine tür gegangen jedenfalls.

ich war wg misstrauen in die öffentlichen viel zu früh und bin vor dem termin in einem park in lichterfelde herumgelaufen, im neuschnee, feiner knirschender eisschnee, dabei in einen baum verguckt, der zwei sehr lange schwere äste im freien raum hält, sie sehen aus wie arme, mit ellbogen.

baum mit weit ausragenden dicken ästen, sieht aus wie ein ent.

von einem wachsen zweige, die aussieht wie minibäume, mit zweigen, nach oben, bestimmt ist das so mit bäumen, ich bin ja stadtkind. war fasziniert von der rinde, beschneit, und den formen und farben darauf.

baum mit weit ausragenden dicken ästen, sieht aus wie ein ent.

von den bäumen auf ein großes hellgelbes haus aus dem ca vorletzten jahrhundert zugelaufen, gedacht, mal schauen, was das ist – das guthaus lichterfelde. ein familienzentrum mit kindergarten und anderen angeboten, es gibt ein sehr schönes geräumiges denkmalgeschützes cafe darin, mit großem runden kachelofen (leider außer betrieb), bestimmt im alten salon des hauses, mit einem kronleuchter und einer großen terasse davor, geöffnet di, mi und do von 10 bis 16 uhr, montags nur für familien. hatte den raum heute für mich, habe eine wunderbare kürbissuppe und einen pott kaffee bekommen, für 5 euro nochwas zusammen und durch die fenster auf die verschneiten park geschaut. im sommer bestimmt ein paradies, jetzt eine aus der zeit gefallene oase der ruhe.

teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Heads up! You are attempting to upload an invalid image. If saved, this image will not display with your comment.