nach dem strand hole ich a. und m. ab, wir fahren am see entlang richtung norden, die strasse eng und voll bis zur schweizer grenze, ab dann ist mehr platz und weniger verkehr, es ist fast 8 und der feierabendverkehr ist durch. diesmal finde ich sofort einen parkplatz am seeufer, wir laufen nur 10 minuten bis zum eingang des festivals, aber der platz ist noch nicht geöffnet, also erstmal nach merchandise-kram gucken, leider gibt es dieses jahr gar keine stoffbeutel wg nachhaltigkeit, sondern so merkwürdige taschen aus pappe, die nicht einen berliner regen durchhalten würden. ich kaufe einen nebenfächer mit leopardenmuster.

auf der piazza grande finden wir gute plätze in der mitte, halbe stunde vor beginn des films um 21:15 ist fast alles voll, 8000 menschen sind zuammengekommen, bei freiem eintritt. wir werden begrüßt vom festivaldirektor giona nazzaro mit kleiner jaws-plakette am revers, der ein paar schmontjes über die schwierigkeiten beim dreh erzählt, mit bildern, und wie zuerst niemand an den film glauben wollte, auch spielberg sollte direkt danach gefeuert werden, und dann wurde es der erste blockbuster überhaupt, alle wollten ihn sehen, und der film hat den haien noch jahrelang das leben schwer gemacht. das festival möchte genau solchen filmen und regisseur*innen mut machen, den „kreativen, anarchischen, einzigartigen funken“ feiern, er sagt es natürlich schöner.
wir sehen in den ersten minuten die hippieske gruppe junger leute ums lagerfeuer am strand, das erste opfer, der mann dazu betrunken im tiefschlaf, der beginn der jagd nach dem 2. opfer, die nachtszenen auf dem boot, wie die männer alle rauchen und angeben, wie sich spielberg darüber lustig macht und ihnen gleichzeitig respekt erweist (robert shaw erzählt als haifischer quint die geschichte der uss indianapolis), wir folgen alle gebannt, bild und ton sind richtig gut. und wie bei der ersten schreckszene (leiche im boot unter wasser) der ganz riesige platz kreischt, quiekt und schreit, wir auch, dann beifall und lachen, weil der film nach 50 jahren noch wie am ersten tag funktioniert. zweieinhalb schnelle stunden, mit applaus, als der hai in die luft fliegt und dann nochmal nach dem ende des films, es ist ja immerhin ein festival. es war glaube ich eine uncut-version, es gab die bekannten ausführlichen gewaltszenen (quint wird gefressen, einmal ein appes bein unter wasser), die ich problemlos ansehen konnte, weil so gut vorbereitet. schöner abend. wir laufen dann zurück zum auto, die rückfahrt übernimmt a., um eins im bett, nicht von haien geträumt.
heute hatte ich dann den termin fürs auto, die klimaanlage war durch, es gibt da einige fälle zur zeit, sagt der mechaniker, bei mir war die kühlung trockengelaufen und es hatte den ventilator der motorkühlung zerlegt. von der werkstatt zu fuß an den see gelaufen, die kleidung gleich mit ins wasser genommen und einmal durchgespült, war abends schon wieder trocken. später von a. und m. in die werkstatt gebraucht worden, dort stand das auto bereit, mit laufendem motor, und es war perfekt runtergekühlt, sehr netter mechaniker war das, die werkstatt hatte nämlich eigentlich schon zu.



