wie es dann plötzlich keine grenze zwischen warm und kalt, innen und aussen mehr gibt, das minifrösteln, mit dem ausatmen die wärme bis ganz nah an die haut lassen. überlegen, ob ich den ventilator aufbauen soll, nur zur sicherheit.
im alltag bleiben die grenzen, gehen nicht weg, in guten momenten werden sie durchlässig und ich vergesse sie einfach, auch mit freunden bleibt alles ein spiel, gespräche, ideen, frei improvisierte tanzschritte, in anderen umfeldern bin ich immer ganz im spiel, immer ganz in frage gestellt. geht das jedem so? wüsste ich gerne.
bei den schönen temperaturen mal wieder ans thema dating gedacht, gemerkt, wieviele selbstverständliche singlefrauen in meinem umfeld und bekanntenkreis unterwegs sind, männer muss es dann ja logischerweise auch geben. gehe mit freundinnen aus, im freundesumfeld habe ich alleinstehende männer, bei denen ich mich nie melde, was ich ändern könnte, es dann aber selten mache. sind die beziehungen auch unterschiedlich? bei freundinnen gibt es mehr flow, es ist mehr wie tanzen gehen, es gibt was gemeinsames in der mitte, oder kommt es mir nur so vor? männer stellen weniger fragen und reden mehr selber, wollen gehört werden, und die kommunikation mit frauen ist mehr gespräch und weniger vortrag. kann aber auch sein, dass das quatsch ist.
ach, daten ist arbeit mit einem hohen einsatz, ich bin jetzt eh im unsichtbaren alter, andrerseits sind die ersten dates immer nett, neugier, fragen, lebensgeschichten, wenn es gut geht – das mag ich. mehr erwarte ich ja nicht. vielleicht lieber eine wg gründen mit gleichaltrigen und gleichnetten menschen, da habe ich all das positive einer partnerschaft und erspare mir all die gefühle, die ich mir eh gar nicht mehr vorstellen kann.
ich sollte endlich mal terry pratchett lesen, bin da nie über ein paar seiten gekommen, mich hat zb setting und stil von „the long earth“ von 2012 so sehr an den anfang von tad williams‘ „otherland“ von 1996 erinnert, als hätte ich es schon mal gelesen. also aufgestanden, otherland aus dem regal geholt, das gelesen. trotzdem nach dem artikel im atlantic mal wieder nach meinem eigentlich schon toten steckenpferd gesucht, und ja, es gibt signierte erstausgaben des buches, für um die 90€ aus england, aber ich traue dem spass nicht mehr. die buchhandlung ist spezialisiert auf signierte bücher, und nein, statt mich in misstrauen zu vertiefen glaube ich lieber an neugierde, sammelleidenschaft, optimale netzwerke der buchhändler, aber der markt ist größer als das angebot, wobei ich immer noch das bild von karl ove knausgård vor augen habe, der in der freien volksbühne nach der lesung stundenlang am fliessband bücher signiert hat.

ich habe vor 2 jahren zuletzt so einem kaufimpuls nachgegeben, bei cixin liu, aus england, und bin mir da bis heut nicht sicher, ob es echt oder nicht echt ist. mit diesem zweifel lässt sich der lustgewinn nicht halten, er löst sich auf und wird zur rein ökonomischen entscheidung, lohnt es sich, werde ich es im notfall/bei rente dem markt zurückgeben können? das gegnügt nicht mehr für den netzkauf, nur wenn ich bei der lesung und beim signieren dabei bin, dann gerne, aber das sind natürlich alles bücher, die ich dann viel lieber behalten möchte. weiß noch, bei einer signaturrunde mit alec soth, da wollte ich aus diesen doofen wirtschaftsgründen nicht, dass er eine widmung reinschreibt, und er so: „ah, those germans“ (o.ä.)
zum thema mit einigem vergnügen diesem herrn zugesehen, der bücher zeigt, die der autor 10 jahre nach seinem tod hätte signieren müssen, weil es den verlag vorher noch gar nicht gab. das wär auch ein job, der mir spass machen würde.











