den 31. sehr schön bei freunden in südberlin verbracht, mit fondue und gesprächen, es war lustig und warm und es gab großartiges fleisch, ich hatte einen echten jieper darauf. zum ersten mal solche wunderkerzen-zahlen gemacht, es gibt auch jetzt immer noch neues im leben. ich bin das herz.

den ersten mit putzen und chillen verbracht, immer abwechselnd. nur bettwäsche muss ich noch wechseln. gefreut, dass es ein feiertag ist, war erst nach 2 im bett, mit den jungs telefoniert, der große hat ja geburtstag am 1. januar, nachts war keiner zu erreichen, nur meine mutter habe ich gesprochen. das neue jahr privat mit gelassenheit („wird schon werden“), gesamtgesellschaftlich mit bangen erwarten. im letzten jahr nie allein gefühlt, der gedanke an partnerschaft rutscht ins unvorstellbare, mir ist im ganzen jahr kein single auf freier wildbahn begegnet, mir fehlt manchmal das interesse, das nachfragen, die unterstützung, jemand der den einkauf hochträgt, die lampe anbringt oder den abfluss repariert, dauernd unterhalten möchte ich mich gar nicht, das kann ich nicht mehr, für den gelegentlichen mitteilungsdrang nutze ich das internet, danke dafür, liebe leser*innen. finanziell wäre ein besserverdienender hausgenosse schon praktisch, urlaub oder essen gehen wären nice-to-have, aber es geht auch so, irgendwie, ich brauch ja nix, ich hab ja alles.
empfehlung für die berliner*innen: schaut euch diane arbus im martin gropius-bau an, eine riesige menge an bildern, alle außergewöhnlich, schön mittig im raum auf metallstreben gehängt, hier eins meiner liebsten, passend zum jahreswechsel:

ich war mit einer freundin gleich am montag früh dort, es war ein geschenk. es war noch wenig los, wir sind herumgelaufen, bis wir satt waren an bildern, dann kaffee und kuchen im cafe und ein paar postkarten im shop. es gibt keinen katalog, aber viele sammelbände mit ihren bildern sind zu haben, ein glück, ich habe WIRKLICH genug kataloge, die ich alle nie ansehe.
die freundin und ich mochten auch das mit den badehauben sehr, mit lächelnden gesichtern, die menschen auf ihren bildern sind sonst eher ganz bei sich, ernst, abwesend.

(die ausstellung heisst constellations, ähnlich wie die bar in crans-montana („le constellation“), in der gestern nacht ein katastrophaler brand über 40 meist junge menschen getötet hat. gleich den jungs warnungen vor wunderkerzen in geschlossenenen vollen räumen geschickt, so sind mamas halt. ich hoffe, dass viele der schwerverletzen überleben, dass die eltern bald erfahren, was mit ihren liebsten ist. nie zur silvesterparty in einen unterirdischen club mit dämmschutz gehen.)
es schneit schon wieder ein bisschen, wie schön, ich hoffe, es bleibt etwas liegen.