samstag, 25. april 26

endlich mal wieder friseurtermin, hatte so hippiehaare, lang und fransig, das haben irgendwie viele zur zeit. mochte es, aber die haare waren kaputt und haben sich immerzu verknotet. termin am abend vorher online ausgemacht, sehr bequem. die schneidende dame hatte tiefrotes haar, oben auf dem kopf als knoten, viele tattoos und ein baseballshirt, das studio im souterrain in der nähe, nicht zu teuer, plaudert, wenn ich plaudere, sonst nicht. jetzt habe ich einen bob und fühle mich etwas gesettelter, der schnitt ist perfekt geworden, „weil bob, das kann ich“. dann mit freundin und deren partner herumgestromert, durch ein sehr helles und sonniges mitte, meine 10k in guter gesellschaft gemacht.

in den heckmann-höfen in einen laden hinein und mit einem oberteil wieder rausgekommen, was überhaupt nicht in meiner absicht lag, muss am wetter liegen. für den passenden rock war ich dann nicht wahnsinnig genug.

bei all dem licht an eine äußerung vom gregorzwilling gedacht, der in einem gespräch über die energiewende abwinkte und sagte, das sei eh alles nicht mehr aufzuhalten, egal, was die politiker sagen und tun, weil sonne und wind und wasser nichts kosten und jeder sie nutzen wird, die wende findet bereits statt, sie ist unaufhaltbar.

bei der rückkehr lag mein behindertenausweis im briefkasten, er sieht lustigerweise aus wie selbstgemacht, grüne plastikarte mit namen, foto, einer nummer, dem gdb, sonst nix. es ging superschnell, sehr erfreulich.

gestern war in italien der jahrestag der befreiung von den nazis, der dort mit großen umzügen gefeiert wird, und es kam zu konflikten zwischen einem pro-pälästinensischem teil und den teilnehmer*innen der brigata ebraica, die daraufhin den zug verlassen haben. traurige zeiten.

heute ist wohl der jahrestag von tschernobyl, ich hätte den im mai verortet, weil ich diesen wunderbaren sonnigen mai erinnere, wo wir dauernd auf wiesen lagen, bis wir damit aufhörten wegen tschernobyl, und in supermärkten h-milch und nahrungsmittel suchten, die vorher hergestellt worden sind, und damit keiner radioaktiven strahlung ausgesetzt waren. wochenlang ging das so weiter, es war zutiefst beunruhigend alles. jetzt sind atomkraftwerke wieder im gespräch, weil es den politikern egal ist, den fehler ein zweites mal zu machen, mit den folgen werden sie nichts mehr zu tun haben.

gemerkt, dass ich einen schönen tag nur geniessen kann, wenn ich nicht ins netz gucke und all das finstere ein-mal ausblenden kann.

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Ein Gedanke zu „samstag, 25. april 26“

  1. Neugierig auf Bob und Oberteil 🙂
    Wie einschneidend sich im April 1986 Tschernobyl anfühlte, der Monat, in dem ich nach Berlin gezogen war, und doch habe ich es nach vierzig Jahren beinah vergessen, dass man die Straßenschuhe nicht mehr mit in die Wohnung nehmen sollte. Wie wir sie auf die Terrasse der Wohnung an der Krummen Lanke stellten… keine Milch mehr kauften…

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