gestern vollen tag gehabt, es war nämlich zwillingsgeburtstag, und ich hatte einen sogar im haus, mit freundin, sehr erfreulich. am freitag noch kuchen gebacken, dann klassischen geburtstagstisch, sehr früh am tag, weil die freundin eine fortbildung hatte. er wollte mit freunden brunchen und abends weiter in eine bar, also hausputz schon am vormittag, er hat alles alleine vorbereitet, salate und pasten gemacht, ich habe weiter herumgeräumt, einen karton voller dinge auf die strasse gestellt, nur 2 wieder mit reingenommen. dem davidzwilling in schönem langen videochat gratuliert.

(das bild aus der cloud, datumssuche. für den zwillingsgeburtstag 2013 habe ich wohl noch bunten kram besorgt)
als die gäste dann kamen, durfte ich gehen und hab mich in ein sonniges café gesetzt, zum lesen, leider ging der kindle nicht wg akku, für die handyapp war es viel zu hell, also richtiges buch: februar 33 von uwe wittstock. das hab ich auch den zwillis geschenkt, weil es diesen einen monat nah an der chronologie der ereignisse nacherzählt, mit genau recherchierten details, sehr anschaulich. merke beim lesen, dass die zwillis all die autor*innen und künstler*innen vermutlich gar nicht kennen, mit denen wir als kultureller background großgeworden sind. gut, benn habe ich ihnen geschenkt, grosz kennen sie eventuell – aber die abfolge der ereignisse sind unabhängig von den personen, es geschieht ja gerade genauso wieder in den usa. bin gespannt, ob sie mit dem buch was anfangen können. abends wollte ich zu einer nachbarin, die ich auch viel zu selten sehe, wir laufen immer nur aneinander vorbei, dann kam eine freundin zufällig am café vorbei und lud mich für abends ein, sie sagte nicht warum, ich hab nicht gefragt, wir kennen uns sehr lange. ich könne gerne auch spät kommen. bin dann zur nachbarin, ein, zwei stunden am küchentisch alles neue erzählt, dann nach 22 uhr noch zur freundin, dort volle wohnung, ihr mann hatte einen animationfilm fertig und hat zur heimpremiere geladen, den film hab ich leider knapp verpasst. jemanden aus frühen bloggerzeiten wieder getroffen, er ist in einer band mit dem mann der freundin, sehr gefreut, leben geupdatet. ein paar runden getanzt zu guter musik, dabei leicht und gut gefühlt, mit diesen menschen, in dieser stadt etc. zu spät ins bett. bei der nachbarin und auf der party denselben filmtip bekommen, den berlinale-gewinner gelbe briefe, den wollte ich eh im sommer ansehen.
heute regen und kälte, neben aufräumen und lesen steht noch der umzug vom gregor in seine übergangsuntermietbehausung an, sobald er wach wird, jetzt ist es 13:30. mein auto ist lagerraum für seine kisten, seit ich ihn vor zwei wochen hergeholt habe, ich brauche es ja auch gelegentlich.
das posting von gestern fast wieder rausgenommen, zu privat und emotional, unverarbeitet, ich schrieb „nie“ und „jederzeit“, statt eine episode aus der kindheit zu erinnern, die das beschriebene zeigt, aber mein wiedererkennen einiger reaktionen im beruflichen kontext, über die ich oft nachdenke, war so ein aha-erlebnis, das lasse ich drin. das bloggen mal wieder als therapeuticum, auch wenn mir das pathos-element dadrin bissken peinlich ist. wie immer beruhigend ob der vollen welt: nobody cares.
beim tanzen gemerkt, dass mir die musik fehlt, mal wieder etwas laut hören wollen, nicht immer nur das radio im auto oder beim küche putzen. playlist angemacht, sie heißt „mai“ und ist nur 11 jahre alt, gleich ein netter start: das leben ist ein kopfschmerz, es wird zeit, dass du ihn spürst. danach 1h nach dem einen song gesucht, der mich mal richtig glücklich gemacht hat, irgendwann innerhalb der letzten 5 jahre, und von dem ich weder namen noch band erinnere, nur, dass es einen chorus gab und die leute eher jung waren, also unter 40 oder so. erfolglos.
noch eine nette sache, ihr kennt bestimmt alle die stilübungen von raimond queneau, wo eine kurze geschichte in vielen verschiedenen textarten erzählt wird, das gibt es jetzt auch in kurz, ein satz, 10 autoren werden imitiert, in den kommentaren geht es weiter.
es regnet immernoch.