ein antiquar erzählt über seine neuen aquisen, er zeigt eine arbeit von diane de bournazel, die aus sehr dicht mit figuren, mustern, ethnomotiven gefüllten seiten feine netzwerke baut. der händlcer verkauft die arbeiten für um die 13k, das ist gleichermassen bewundernswert und albern. es ist eine handarbeit, anders als zb das schöne buch von rebecca dautremer mit der reise des hasen, das als laserschnitt komplett aus einer chinesischen druckerei stammt, dafür aber auch nur 50€ kostet. komplett neue verdienstmöglichkeit gesehen, so über ein jahr nebenbei blätter mit papierschnitten zusammenstellen, noch das ein oder andere popup mit rein, dann als kunstwerk verkaufen. scheint deutlich realisierbarer als der alte traum, ein buch zu veröffentlichen, es braucht dann ja auch nur ein paar käuferInnen, keine tausende.
der große hat letzte woche seinen master gemacht, über
umwelttoxikologische messmethoden in der schule, freue mich sehr sehr über ihn, grad eben hat er noch abi gemacht, unfassbar, wie die zeit vergeht.
letzte woche ist er aus trier angereist, hing erst in köln fest, nix fuhr, keine infos, aber es waren dann doch nur anderthalb stunden verspätung, um halb eins nachts war er zuhause. interessant, wie der masstab sich den gegebenheiten anpasst. eine freundin wies darauf hin, wie ganze lebensformen unmöglich werden, wenn zuverlässiges pendeln nicht mehr möglich ist, so viele akademische jobs bestehen ja aus einem lehrauftrag mit 3 wochenstunden in der einen uni, einem in einer anderen stadt mit 2 stunden, usw. das ist mit der bahn kaum noch realisierbar.
gestern war ich mit 2 jungs im grips theater, der große macht noch ein zertifikat in theaterpädagogik, weil er das auch anbieten will später, und hat von seiner dozentin steuerkarten bekommen. hab die chance genutzt und bin mitgekommen, dafür auf den teamevent vom job verzichtet, schaffe keine zwei hochzeiten mehr am tag. linie 1 war wirklich lustig und kam so frisch und gutgelaunt rüber wie am ersten tag, dabei lief es zum 2343. mal oder so. theater voll bis auf den letzten platz, publikum singt mit. 5 vorhänge. bin aber mit dem auto hingefahren.
nach den letzten vollen wochen gibt es hier einen gewissen bedarf, erstmal ein paar tage aufzuräumen, ich komme auch langsam in das alter, in dem ich einfach weniger kram in der wohnung haben möchte. mal wieder einen kleinanzeigen-sonntag planen.
gregor-zwilling hat bisher in berlin nur eine weitere übergangs-bleibe gefunden, also wenn jemand ein wg-zimmer oder eine billige kleinwohnung weiß, immer her damit.