try harder

die meisten menschen singen gerne. letzte woche bei einem essen mit guten freunden, der mann des hauses holt nach der nachspeise (applecrumble, danach singt man quasi von alleine) seine gitarre raus, nach ein paar minuten sind wir alle dabei, kinder wie erwachsene, die erwachsenen in den ersten takten leise und vorsichtig, dann vergisst man sich und singt einfach mit. es entspannt und macht ruhig.

jetzt überlege ich, noch mit gitarre anzufangen, obwohl die lagerfeuerjahre mit den kindern eigentlich fast rum sind, also die, wo ich dabei sein darf. weiss jemand, ob man in ein oder zwei jahren auch als erwachsener noch in den fluss kommt? mit ein paar grundlagen, für die klassiker? lohnt sich das? als linkshänderin hätte ich einen startvorteil.

ich habe ja sogar einen strassenmusiksommer gehabt (wenn ich mir die bilder so ansehe: hach ja. schöner sommer war das.) ich kann also noch einen haufen erster strophen. einer hatte früher immer eine gitarre dabei, das lag sicherlich am jahrgang, aber auch an der breiteren musikalischen alphabetisierung in italien, wo jeder ein paar dutzend lieder singen kann, oder konnte, in den endsiebzigern und achtzigern zumindest. wir haben folk gehört, als er mainstream war, wir konnten live at budokan auswendig, die italienischen liedermacher sowieso, ein uferloser schatz.

außerdem ist der gitarrenlehrer vom kind, nun ja, der hat mal für maurenbrecher gespielt, von dem würde ich auch gerne etwas lernen. kind meint allerdings, das wäre extrem peinlich, aber man muss ja nun nicht auf jedes gefühl der gören rücksicht nehmen.

 

9 Gedanken zu „try harder“

  1. Na klar! Und erste Strophen sind schon allerhand, die folgenden lernen sich von alleine und die Melodie ändert sich auch nicht mehr. Ich singe nur nach langem Zieren in Grossgruppen, denn ich singe sehr falsch und bedauerlicherweise bin ich genau musikalisch genug, um das zu merken.

    Ich bedasure das sehr.

    Machen! und nicht von den Gören reinreden lassen!

    1. au, das ist schade, mein beileid. hilft da nicht ordentlicher alkoholkonsum? dann hört man mehr auf die stimmung als auf die tonlage! notfalls könnten sie einfach rhythmisch brummen, wie beim OMMMM. lautgeben fühlt sich einfach gut an.

  2. Als ich mit 15 anfing, hieß es im Bekanntenkreis, man sei „eigentlich zu alt“. Das bedeutete wohl für eine Karriere als Paco de Lucia, Al Di Meola und so was. Da Linkshänder, wurde aus mir dennoch ein bedeutender, äh, passabler Gitarrist. Also in Lagerfeuerdefinitionen. „Cowgirl In The Sand“ geht ganz schnell, und mit drei Akkorden haben andere schon eine Band gegründet.

    1. die gitarrespieler sind ja die nerds aus der vor-computer-ära, ich habe sie genau vor augen, sie haben bestimmt sogar ohne lagerfeuer die mädels zum zuhören gebracht, wie jetzt zum lesen. ich werde klar außer dem ball auch noch einen lagerfeuerabend veranstalten müssen, um alles unterbringen zu können. entweder ballkleid oder gitarre, eins muss dann mit.

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