tanzen

das sich noch etwas öffnet vor einem, eine linie wie ein ornament, schön, ende nicht sichtbar.

nach einem langen tag nach hause kommen und keine lust aufs kochen haben, sagt der gregorzwilling mama, ich koch heut was! im kopf schnell die inhalte der tiefkühlers durchgehen, hmm, tk-pizzen sind alle, fischstäbchen könnten noch da sein, pesto ist ja immer noch irgendwo ein glas, danke! sagen. kind schaut auf sein handy, sagt, er braucht noch schnell tunfisch, geht welchen kaufen, ich muss ihm nur noch erklären, wie man ingwer verarbeitet, dann werde ich rausgeworfen. es gibt eine reis-gemüsepfanne mit paprika, thunfisch, ingwer und noch irgendwas, es schmeckt vorzüglich, ich bin wirklich überrascht und das kind hat ein sehr schönes lächeln im gesicht, als es meinen appetit bemerkt.

ob die erschöpfung bei 55-std. wochen mit dem geld zusammenhängt, dass ich dabei nicht verdiene? kann recht gut mit existenzangst umgehen dank jahrelanger gewöhnung, aber das geldausgeben für eine fortbildung mit unsicherem erfolg macht sehr müde. und wenn ich gar nicht begabt bin dafür? wenn es doch keinen markt gibt für meine ideen? wenn es vielleicht für knapp eine person genug zu holen gibt, aber nicht für eine familie? noch nicht den punkt erreicht, wo ich meine geschäftsidee für einen sicheren job nicht sofort ruhen lassen würde. die doppelte verneinung ist mein lebensraum.

 

4 Gedanken zu „tanzen“

  1. Und da stellt sie so viele Fragen, und antwortet gerade mal wenige Sätze vorher sich selbst, dass nämlich eine Familie nicht nur ein Kümmerer ist, und dass manchmal leckere Lösungen entstehen, wenn man denen Raum gibt. Sie werden niemals nicht keinen Raum haben. Weiß ich.

  2. 1. 55-Stunden-Wochen sind erschöpfend, ob Geld oder nicht.
    2. Wiesel hat recht. Die Last wird doch immer leichter, je größer die Jungs werden. Man muss sie nur lassen.

    1. stimmt. ich denke seitdem anders über die menschen, die sowas auf dauer gern und freiwillig tun, für mich wär das nix, glaub ich, ich brauche ruhepausen und rückzugsorte wegen signalüberflutung.

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