hundeschall

emma (mein hund) hat ein paar tage nicht mehr gefressen, gar nichts, nur getrunken, wollte nicht mehr spazierengehen, war fast apathisch. mein tierarzt hatte eine pankreatitis in den raum gestellt, weil die blutuntersuchung ein paar hinweise darauf gab, und riet mir, sofort mit ihr in die klinik zu fahren. bin noch am abend hingefahren, aber der arzt hatte gerade feierabend gemacht, ich sollte früh am nächsten morgen wieder hin, habe ich gemacht, dann gab es endlich diesen ultraschall, der mir viel aufregender vorkam als die ultraschalls, die ich immer so kriege bei der frauenärztin. bei tieren ist ein ultraschall schon eine eskalationsstufe. auf dem weg an den stadtrand, im auto, ist sie vollkommen still, kein zeichen ihrer sonstigen nervosität beim autofahren, sie hat einfach ihren kopf neben die gangschaltung gelegt und sich nicht bewegt, bis wir da waren. in der klinik erst mit einer ärztin eine untersuchung, wieder blutabnahme, dann der ultraschall, mit einem anderen arzt, der wohl ein tier-internist ist. emma wurde auf den rücken gelegt, und damit sie nicht wegrollt, wird der rücken in ein rotes polster mit einer tiefen kuhle in der mitte gelegt, eine mitarbeiterin hält die hinterläufe beiseite, ich die vorderläufe. sie lag ganz still, ihr langer kopf nahe meiner hand. nachher hat die ärztin gesagt, sie hätte bei der untersuchung geschmatzt, das könne ein hinweis auf übelkeit sein, und hat ihr nochmals ein antiemetikum gespritzt. ich habe das nicht bemerkt, ich hab allerdings nicht mal wahrgenommen, dass die ärztin bei der untersuchung dabei war. der internist hat ihr den bauch rasiert und dann ganz gründlich alles mit dem schallkopf untersucht. ich hatte angst und war ziemlich nervös und teilweise den tränen nahe, also nur ein bisschen natürlich, aber doch, und habe versucht, die bilder zu verstehen, leber, magen, gallenblase, darm, gebärmutter, gefäße. große erleichterung, als pankreas und gebärmutter normal schienen. der arzt hat eine auf dem bild erkennbare weißliche schicht auf der magenaußenseite erkannt und meinte, das könnte einen hinweis auf eine entzündung sein, eventuell hat sie eine gastritis nach autoimmun-reaktionen oder aber eben auch ein lymphom, das könne er nicht ausschließen, aber sehen könne er nichts, auch die lymphknoten seien unauffällig, dafür müsse man eine endoskopie und eine biopsie machen, und dazu müsse sie erst wieder zu kräften kommen. therapie eventuell glucocorticoide als dauermed, und falls krebs, eine chemoherapie. mir wurde ein medikament für vor dem essen und eines für danach mitgegeben, und eine dose hypoallergenes hundefutter von royal canin, das hat sie dann nur zögerlich gefressen, es sah auch richtig eklig aus, weiß-grünliche paste. habe ich dann zuhause etwas gekocht, mit hackfleisch, reis, karotten, das hat sie innerhalb von minuten verschlungen. werde das jetzt weiterhin machen, also kein barfen (das wäre rohes fleisch), sondern gekochtes fleisch, mit gemüse und reis und paar pülverchen, um calzium etc beizufügen. (das machen ja einige inzwischen, es ist ein trend geworden) mal schauen, ob ich preiswertes biofleisch finde. drücken sie ihr die daumen bitte.

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