verfolge gerade die letzten shows von stephen colbert auf youtube, er wird verabschiedet, als sei er die letzte freie und laute stimme der usa, und auch wenn ich zur zeit vom herrn t. absolut überhaupt nichts mehr hören will, es ist zu deprimierend alles, von colbert habe ich es mir sehr gern erzählen lassen. ich werde die sendung vermissen. (gestern war sein 62. geburtstag, herzlichen glückwunsch! wie immer bin ich etwas belated bei allem und den glückwünschen). die größen der us-unterhaltung sind alle zum verabschieden vorbeigekommen, hier eine show mit den herren des late night in den usa, hier eine mit tom hanks, mit obama, mit julia louis-dreyfus (es wird geknutscht), ja, es gab einen gewissen männerüberschuss in den zeremonien, aber heute ist ja herrentag, da lass ich das durchgehen. in der nyt ein interview, bei dem ich laut lachen musste, was ich beim lesen fast nie mache.
finstere zeiten, ein kleiner teil von mir fürchtet sich, den moment zu verpassen, in dem man noch weg kann vor der ganz großen eskalation, so ein knoten der anspannung im brustkorb, natürlich immer darauf hoffend, dass ich dann das benzin noch bezahlen kann. lieber im jetzt bleiben, die balkone mal wieder herrichten, paar pflanzen erneuern, schlafzimmerbalkon frisch möblieren, da wäre der ausblick grad sehr schön, nur grün, die azalee blüht grade, die nächste hauswand ist dicht bewachsen, man hört bienen und vögel, also wenn ich die hörgeräte drin habe, sonst pfeift immerhin der tinnitus leise. leider sind draussen 7° c und regen, der typische berliner frühsommer also, da lockt irgendwie grade gar nix.
heut früh sturzregen, da bin ich erst mal nicht laufen gegangen, kurz überlegt, ob es fürs erste mal nicht reicht, die sportklamotten einmal angehabt zu haben, und ob ich die preisschilder an den schuhen nicht lieber dranlassen soll. dann hat der regen wieder aufgehört und es gab ein beträchtliches sonnenloch, bin also losgetrabt, vorbei an vollen cafés, und siehe da, es geht noch, ich spüre eher die waden als den kreislauf. angenehmerweise geht der schuh vorne bergab, ich kippe also immer in den nächsten schritt, das fühlt sich lustig an. von der anderen seite wieder zur haustür gekommen, weil ich mich zu privat für café-gucker fühlte, nicht dass es irgendwen interessieren würde, seufz. zuhause dann erstmal tiefroter kopf, wegen der hochtourigkeit des körpers, das erinnere ich auch von früher. energetisiert unter die dusche, fühle mich wach und erholt. 2,33km, 25min, vabbeh. aber früher waren es auch immer nur 6km, mehr war nicht drin.