kw 30, 2026

nochmal in der nationalgalerie gewesen, mit einer freundin, wir beide zum zweiten mal bei brancusi. mich fasziniert, wie einzigartig seine arbeiten sind, erlebe sie als wirklich eigenen zugang zur welt. die ausstellung zeigt seinen weg dahin, den kontakt mit rodin, seine wurzeln in rumänien mit den holzarbeiten, es gibt briefe, notizbücher etc. wir beide mögen die reduzierten und kraftvollen vogel-skulpturen am liebsten, und natürlich das neugeborene. es war sehr voll, sonntag halt, ich wäre ein drittes mal reingegangen, leider schließt die ausstellung am 8. august. außerdem diesmal die nebelskulpturen gesehen, fujiko nakaya („Tochter des Physikers Ukichiro Nakaya, der für seine bahnbrechende Forschung zu Schneekristallen bekannt wurde“) hat im garten zwischen den herumstehenden kunstwerken nebelwerfer installiert, die dann eine viertelstunde oder so laufen und alles in einen feinen, dichten nebel hüllen, durch den man nicht mehr hindurch sehen kann, wie auf einer autobahn in norditalien im november. am sonntag war es leider windig, der nebel verflog sehr schnell, aber dieser effekt war spürbar, wie die raumtiefe verschwindet und alles im nichts hängt, für sich steht, aus dem kontext geholt wird. mochte ich sehr, und der nebel roch sauber.

danach noch essen im viet bowl am potsdamer platz, am wasser, sehr nett, bloss dass es nach einer viertelstunde wieder geschüttet hat wie aus eimern.

letzte arbeitswoche vor den sommerferien, wobei es ja nur ein urlaub ist, 3 wochen, sommerferien sind zwei- bis dreimal so lang. einigermassen erledigt, letzter urlaub ist dreieinhalb monate her. bisschen sorge vor der langen autofahrt quer durch deutschland, die ist in den letzten jahren immer nur anstrengender geworden, entweder baustellen oder raser oder staus, diese fahrten sind seit vor dem mauerfall doof, damals mit dem geholper über die transitstrecke (padam padam padam, stundenlang) und den wartezeiten am pass-fließband. immerhin geht die klimaanlage. leider braucht es ein auto am see, sonst würde ich fliegen.

bin jedenfalls im sommer angekommen, auch wenn der in berlin wie alles sowas prekäres hat, heute sommer, morgen kalt. meine schwester berichtet grad aus italien, wie sie beim fahren eine hand aus dem auto hält und der fahrtwind ein föhn ist, keine erfrischung möglich, nur heiß. das will ich nu auch nicht. es ist nicht einfach.

teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Heads up! You are attempting to upload an invalid image. If saved, this image will not display with your comment.

%d bloggers like this: