der große ist zu einer party eingeladen, von einem mädchen. er fragt ihre mutter, was er ihr schenken kann, sie sagt: duschgel.

duschgel! der sohn nimmt das hin, er akzeptiert es dankbar, botschaft aus einer fremden welt. er sagt: duschgel. und nimmt mich mit, damit ich aussuchen helfe. das mädchen hat sich von ihm musik gewünscht, sagt er auf dem weg, ich sage prima, du kannst ihr doch noch was brennen! er, sehr sicher: nein. ich hab ja jetzt was.

(noch letztes jahr lego und kosmos- spiele)

body & soul: blutzucker springt um 100 nach oben, während ich der zahnärztin beim zähneziehen und brücken bauen bei den zwillingen zusehe – das cgm– system, dass ich gelegentlich benutze, sagt einem genau, wie die stimmung ist. (adrenalin erhöht als insulinantagonist den blutzuckerspiegel)

wie ich seit zwei wochen jeden morgen erholt wie nach einem kurzurlaub aufwache, viel geträumt habe, der kopf wach und gutgelaunt, da fällt mir das einzig neue in diesen beiden wochen ein: ein neues schnurloses siemens mit so einem eco-dect– system, die ladestation steht 2 meter neben meinem bett. das alte gigaset stand da auch und hat dauernd gesendet. kann das sein? ich dachte immer, das wäre alles eso.

außerdem hat dieses gigaset die möglichkeit, alle kontakte direkt aus dem mac zu laden, das ist auch ziemlich cool.

grad bei buddenbohm gegen ankle boots was gelesen. einspruch! ich habe wunderbare ankle boots. ich trage sie unter schmalen röcken oder langen hosen, sie sind ein etwas lauterer akzent am ende eines beins, sie begleiten es nicht von oben herab auf den boden, wie ein langer stiefel, vom knie abwärts, sie zeigen also mehr bein, haben aber vom stiefel so einen angenehmen knöchelschutz mitgenommen.

ein paar tage tot isser, noch nicht beerdigt, schon werden private mails veröffentlicht, und wird mit nähe angegeben. kulturbetrieb, bäh. vanitas.

grade auf der suche nach einer rüstung, rostfrei, pflegeleicht, als schutz für die weichteile. nicht immer nur beisshölzer. lieber so etwas wie einen weideplatz? nee, sogar meine wünsche sind nur noch irgendwas fade metaphorisches, wie kitschige postkarten am anderen ende des buchladens. ich muss schon grinsen, wenn ich sie nur denke, sie funktionieren nicht, nur noch die realität funktioniert, das nacheinander, das notwendige.

in frauenrunde, fast alle mitte vierzig, vor den 15jährigen kindern über das thema frau, altern, vergangenheit gespottet, (doch, das ist wohl ein thema). die geschichten sind in großer zahl und dringlichkeit aus uns herausgesprudelt, der einzige mann am tisch schwieg und lächelte gelegentlich sehr charmant. was bei einer 15jährigen wohl davon ankommt? überhaupt nichts, vermuten wir. nach dem essen verschwindet die jugend, um sich mit ihren freunden zu treffen.

die tränen in den augen von dr. house, als er mit franka potente sex hat (6/2), die machen mich fertig.

mein letztes mal, wann war das noch? vor ein paar wochen, auf einem kleinen platz in italien, ich sass am tisch, er stand hinter mir und hat mir die hand auf den kopf gelegt. wir haben über die jahre einen weg gefunden, immer zwischen den sätzen zusammenzukommen. dann wird alles ruhig.

wie ich so nebenbei klammheimlich eine sammlerin von umarmungen geworden bin, mit leuten, die das nicht merken. oder merken sie es? well, who cares.

lieder für den frühen morgen, bei caro. lets make a little history. für die schönen nächte.

die to-do list in meinen diesjährigen kinderfreien wochen umfasst renovierungsarbeiten, davon einige, bei denen ich nur so ungefähr weiß, wie man sie durchführt, meine wohnung ist nämlich so schön wie trashig nach 11 jahren mit vielen kindern, gästen und chaos. ich gehe mit samthandschuhen und auf leisen sohlen herum und suche die stellen, die lose sind. dazu aperol in weißwein und dinge mit zu viel koriander.

kurzerhand beschlossen, dem sommer doch noch das herz zu schenken und mit den monstern nach italien zu fahren, in die hitze, die mich immer wieder, jedes jahr, nach hause bringt. die bilder, die goncourt von paris heimgebracht hat! deswegen. jedes jahr zerfallen meine alten chiffren ein bisschen mehr, die berliner zeit ist inzwischen länger als die in mailand, die leerstellen gefüllt mit einer krümeligen sentimentalität (die goncourt glaub‘ ich nicht hat, oder wenn, dann nur in der beziehung zur tiefenschärfe seiner bilder, der gleichberechtigung von geschichte und geschichten, in der hingabe, aber das ist ja was anderes). aber die haben meine freunde dort auch, man kann sie irgendwann nicht mehr unterscheiden von diesem blick, mit dem man 20jährige anschaut, zurückhaltend, freundlich, fassungslos.

auf das unkomplizierte, das fröhliche ja oder nein, auf diese roten modegetränke, deren namen ich immer vergesse, auf die alten und auf uns, die reisenden. manchmal glaube ich, das altern ist ein angemessener preis für diese strange spezielle schönheit.

neulich auf einem wochenendtrip mit mehreren familien, oder bei einem essen mit freunden: wie manche männer, wenn sie erfolg haben, also geld und macht und kinder, wie sie dann wut oder genervtheit oder missfallen an irgendwas innerfamilärem öffentlich austragen, als hätten sie nun ein recht darauf. vielleicht der einzige hinweis auf ihre selbsteinschätzung, sie dürfen das, wir müssen das anhören, und normalerweise greift dann auch niemand ein, obwohl kinder oder ehefrauen blossgestellt werden. ob sie das auch tun, wenn der rest der gruppe gleichrangig ist?