star trek und „sabotage“

am donnerstag liefen die ersten beiden folgen der neuen star-trek reihe, sehr gefreut über holly hunter in der hauptrolle als captain ake und paul giamatti als bösewicht, damit kommen meine beiden liebsten kinovorlieben zusammen, hunter hat für die coen-brüder gespielt, sie hat die emmy-awards tatsächlich gewonnen, statt immer nur dafür kandidiert, genauso wie paul giamatti, eine meiner liebsten figuren in allen möglichen filmen. die ausstattung des raumschiffs, in dem die erste folge begann, hat für meinen geschmack ein bisschen zuviele lichter, die szenen sehen aus wie diese indischen lkws, die neulich durch meinen newsfeed schwappten, aber hunter hat eine souveräne so-what-coolness, die bisher kein captain sich getraut hat, sie spielt dabei mit dem garantierten erfolg der star-trek-serien (millionen trekkies werden auf jeden fall mal reinschauen) und hat eine wunderbare art, das alles zu zeigen:

holly hunter als captain ake in  "starfleet academy", s 1 ep 1

wortwörtlich eine neue besetzung des kapitänin-stuhls.

meine befürchtung, es würde auf so eine dieser college-serien hinauslaufen, wurde gleichzeitig unterlaufen und bestätigt, das drehbuch ist spannend und gut geschrieben, die besetzung selbstverständlich divers, es gibt zwar liebesabenteuer, den outsider, der sich behaupten muss, aber die figuren sind interessant – der junge mann, der als kind von seiner mutter getrennt wurde, bekommt jetzt die chance, sich zu behaupten, yadda yadda, die trennung von der mutter wurde von der käptn-figur in einer früheren funktion verursacht, hmm. mal sehen. leider werden die folgen einzeln jede woche veröffentlicht, so muss ich den blöden sender noch monate lang buchen.

gestern abend war ich mal wieder am kudamm, ich bin von einer lieben freundin ins theater eingeladen worden, „sabotage“ an der schaubühne. auf dem weg dahin wollte ich die alte armbanduhr meiner mutter zur reparatur bringen, sie ist ihr vom rollator gefallen, ein uhrmacher in ihrer nähe verlangte einen astronomischen betrag dafür, ich wolllte sie also zum hersteller bringen, cartier. ich kam um 18:33 vor der tür an, hinter der ein großgewachsener mann im dunklen anzug an einer schließanlage herum werkelte, zu spät, sie schließen sehr früh. der mann war security, einer von mehreren, das ganze geschäft hat nicht mehr das lauschige überschaubare der alten filiale, es ist jetzt alles sehr trump-mässig, gold, samt, großer leerer raum mit der runden glasvitrine als altar in der mitte. fühle mich sofort klein und arm, was ich beides nicht bin, zumindest im geiste, sehr unangenehmes gefühl. wartete noch eine weile vorm laden, weil mein theaterstück erst später anfing, die security-leute haben nach mir geschaut und mich beobachtet, bis ich dann in mein altes schmutziges auto gestiegen und weggefahren bin. parallelwelten.

das stück war atemberaubend, sehr schnell, sehr lustig, sehr finster, großes theater, geht hin, wenn ihr tickets bekommt. die vielen angelpunkte einer beziehung (karriere/kinder, erfolg/misserfolg), die vielen möglichen politischen positionen eines jüdischen filmemachers in deutschland, alles mühelos ineinander verschränkt und dargestellt vom sehr tollen dimitrij schaad, der im stück als jona lubnik einen dokumentarfilm über den philosophen jeschajahu leibowitz drehen möchte und angst vor den gesellschaftlichen folgen eines solchen films hat. im repertoire der schaubühne sind von yael ronen wohl noch bucket list und replay, ohne genaue daten, bisher hat sie im maxim gorki inszeniert. die freundin war auch in den anderen stücken der autorin, die sind ähnlich gut. es war ein für mich wirklich neues theater, echtes sprech- und sprachtheater, es ist gleichzeitig tief und leicht, die fragen darin begleiten mich weiterhin, das ende ist abgründig und wahr.

jetzt habe ich gleich lust auf noch mehr kultur, muss aber noch einkaufen und putzen. die wochenenden sind einfach zu kurz.

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mitten im kalten winter

„Because there’s cold like a crisp apple, invigorating, makes you feel alive; and then there’s cold like the dark side of the moon, the kind that makes you question your life choices.“ (KBHR 57am, NE)

es sind ja nur 0 grad, so kalt ist es eigentlich gar nicht, aber in berlin reicht das, weil niemand streut (es wäre die pflicht der anlieger, die dann 1, 2 handvoll sand vor der haustür verteilen, oder auch nicht, es kümmert keinen), nicht einmal die bürgersteige der danziger str. (große 6 spurige hauptstrasse mit strassenbahn in der mitte) sind problemlos begehbar, es ist inzwischen festes graues eis, spiegelglatt. früher hat mich das irgendwie nicht gestört, vielleicht entwickele ich angesichts meiner zerbrechlichen mutter da jetzt auch unsicherheiten, muss aufpassen, oder nee, morgen spikes unter die schuhe, dann läuft das. leute auf fahrrädern verstehe ich nicht, wünsche aber viel glück und glatte brüche, wobei einen tag später immerhin die strassen relativ uneisig aussehen, aber versuchen will ich es nicht, im totalen unterschied zu letztem jahr, wo ich dann eher so spielerisch aus der hüfte heraus trotzdem gefahren bin, da war halt mehr schnee auf dem eis. sehr genervt, weil ich soviele wege nur zu fuss oder mit den überfüllten und dauernd verspäteteten öffentlichen verkehrsmitteln machen kann. berlin ist so durch.

das „stromnetz berlin“ zeigt auf instagram, was sie grade tun, das ist hilfreich. heute wollen sie irgendwie ein ölkabel mit einem kunststoffkabel verbinden, das klingt schon etwas nach o’brien.

den idioten von der truppe, die den stromausfall durch einen anschlag verursacht haben, wünsche ich schnellstes geschnapptwerden, mögen sie danach vergessen werden, ich nenne nicht einmal ihren namen.

lange tage diese woche. ich mag keinen winter. versuche mich daran zu erinnern, wie lustig sich das knirschen anfühlt, wenn der schnee frisch gefallen ist, wieviel spass die kinder mit ihren schlitten auf jedem kleinen hügel haben, während wir beim spaziergang vorsichtig über die glatten wege des parks stapfen, aber nee, nix für mich.

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samstag, 3. januar 2026

die bilder von einem venezolaner vom himmel über caracas voller hubschrauber und bomben sind wirklich beunruhigend. so ein vollkommen unprovozierter überfall auf ein anderes land ist nicht zu rechtfertigen, weil dann nichts unmöglich bleibt. gedacht: soll er doch weiter sein eigenes land ruinieren, die haben ihn gewählt, aber nein, natürlich will der auch unser problem werden, die logik der macht und der gewalt. sehr finster alles. ein bisschen zu spannend grade.

heute extra gemütlich zu hause, ich sitze mit yogitee auf einem kuscheligen schaffell und mache ein holzpuzzle, morgen schneespaziergang mit freundinnen, also wenn noch schnee liegt. einkaufen gewesen über die rutschigen ungestreuten berliner bürgersteige, viele haben anscheindend genau wie ich ein paar sorel-stiefel im schrank für solche tage, man läuft wie leicht trunken, breitbeinig und im wiegeschritt, ich mag das eigentlich, aber ich fahre ja auch fahrrad bei schnee. im süden der stadt ein größerer stromausfall, sie brauchen wohl bis donnerstag, um das wieder hinzukriegen, das passt zum thema der allgemeinen verunsicherung, meine mutter lebt eher im süden der stadt, aber bei ihr geht nur das fernsehen nicht. habe meine powerbank geladen und weiß, wo die taschenlampe liegt, falls hier auch jemand ein kabel abfackelt. echt, was ist mit den leuten?

jedenfalls angesichts der weltlage ein gefühl der unwirklichkeit.

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auf ein neues!

den 31. sehr schön bei freunden in südberlin verbracht, mit fondue und gesprächen, es war lustig und warm und es gab großartiges fleisch, ich hatte einen echten jieper darauf. zum ersten mal solche wunderkerzen-zahlen gemacht, es gibt auch jetzt immer noch neues im leben. ich bin das herz.

den ersten mit putzen und chillen verbracht, immer abwechselnd. nur bettwäsche muss ich noch wechseln. gefreut, dass es ein feiertag ist, war erst nach 2 im bett, mit den jungs telefoniert, der große hat ja geburtstag am 1. januar, nachts war keiner zu erreichen, nur meine mutter habe ich gesprochen. das neue jahr privat mit gelassenheit („wird schon werden“), gesamtgesellschaftlich mit bangen erwarten. im letzten jahr nie allein gefühlt, der gedanke an partnerschaft rutscht ins unvorstellbare, mir ist im ganzen jahr kein single auf freier wildbahn begegnet, mir fehlt manchmal das interesse, das nachfragen, die unterstützung, jemand der den einkauf hochträgt, die lampe anbringt oder den abfluss repariert, dauernd unterhalten möchte ich mich gar nicht, das kann ich nicht mehr, für den gelegentlichen mitteilungsdrang nutze ich das internet, danke dafür, liebe leser*innen. finanziell wäre ein besserverdienender hausgenosse schon praktisch, urlaub oder essen gehen wären nice-to-have, aber es geht auch so, irgendwie, ich brauch ja nix, ich hab ja alles.

empfehlung für die berliner*innen: schaut euch diane arbus im martin gropius-bau an, eine riesige menge an bildern, alle außergewöhnlich, schön mittig im raum auf metallstreben gehängt, hier eins meiner liebsten, passend zum jahreswechsel:

"Movie theater lobby, N.Y.C. 1958
Kinofoyer, New York City 1958" foto von diane arbus, ausstellung im gropius-bau, berlin

ich war mit einer freundin gleich am montag früh dort, es war ein geschenk. es war noch wenig los, wir sind herumgelaufen, bis wir satt waren an bildern, dann kaffee und kuchen im cafe und ein paar postkarten im shop. es gibt keinen katalog, aber viele sammelbände mit ihren bildern sind zu haben, ein glück, ich habe WIRKLICH genug kataloge, die ich alle nie ansehe.

die freundin und ich mochten auch das mit den badehauben sehr, mit lächelnden gesichtern, die menschen auf ihren bildern sind sonst eher ganz bei sich, ernst, abwesend.

foto von diane arbus, von der ausstellung im gropius-bau berlin, es zeigt eine gruppe von lachenden menschen in badehauben

(die ausstellung heisst constellations, ähnlich wie die bar in crans-montana („le constellation“), in der gestern nacht ein katastrophaler brand über 40 meist junge menschen getötet hat. gleich den jungs warnungen vor wunderkerzen in geschlossenenen vollen räumen geschickt, so sind mamas halt. ich hoffe, dass viele der schwerverletzen überleben, dass die eltern bald erfahren, was mit ihren liebsten ist. nie zur silvesterparty in einen unterirdischen club mit dämmschutz gehen.)

es schneit schon wieder ein bisschen, wie schön, ich hoffe, es bleibt etwas liegen.

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alt und neu

heut ist der letzte sohn auch gen freunde und party abgereist, jetzt bin ich noch ein paar tage ganz für mich, also mit morgen anreisendem neuen hausgast, darum heut sehr viel gewaschen. es sind noch mehr bettdecken als vorher da, verstehe das gar nicht. vielleicht vermehren die sich von alleine, so geballt im schrank.

das letzte jahr war ein gutes, der neue job hat viel mehr als erwartet verändert, ich bin wieder mehr die alte, da ist noch feintuning mit der arbeitszeit nötig, aber ich hoffe, es bleibt so spannend und positiv. viel mehr energie für kultur, ausgehen, freundinnen gehabt, wieder viel spontaner gewesen, alles fühlt sich leichter an, wieder auf dem weg, beim ausgehen und dinge unternehmen ist immernoch viel luft nach oben. vielleicht hatte mich der letzte job auf die dauer doch in eine form von depression getrieben? es ist erstaunlich, was für einen riesigen einfluss aufs befinden die arbeit hat.

60 geworden, das spielt auch eine rolle, weil die kraft ja weiter abnehmen wird, anspruch und erfahrung aber nicht. ich weiß um die endlichkeit und kostbarkeit von allem.

in den freien tagen gleich den vorsatz umgesetzt, mal wieder mehr auf mein äußeres zu achten, wie früher, als mir das inhärent wichtig war. hemden blusen anprobiert, ein paar sind über der brust oder am arm zu eng geworden, aussortiert. ich nehme bis jetzt tatsächlich nur an oberweite zu, das ist ganz okay eigentlich. ich möchte ja meinen kleiderschrank tendenziell reduzieren, es fällt mir schwer, die dinge in die (altkleider-) tonne zu werfen, besonders die schönen stücke, aber tatsächlich geht mein interesse an den schönen teilen anderer leute auch eher gegen null. ich kaufe nix mehr dazu, außer wenn das alte verbraucht oder abgetragen oder sonstwie ruiniert ist, oder wenn ich mich mal verknalle in irgendwass, zuletzt ein dunkelblaues samtjackett, beim begleiten einer freundin beim shopping, das trage ich auch viel zu selten. das kann ich heut zur silvesterparty bei freunden anziehen.

es hilft ja schon, sich beim einsatz von haarspangen und ähnlichem vor den spiegel zu stellen, statt es ohne hinzusehen im gehen zu erledigen. ich habe schon so ein bisschen die unsichtbarkeit der letzten jahre absolut gesetzt, mir scheint, als sollte ich mir wieder einen stil aussuchen, statt ihn geschehen zu lassen. nicht bei minusgraden allerdings, grade geht nur der dicke wintermantel.

wünsche euch allen einen wunderbaren neustart ins neue jahr, gehabt euch wohl! lasst weiterhin träume wahrwerden, behaltet träume, lebt sie aus. das leben ist wunderbar.

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präfeiertage

sehr volle tage, es häuft sich aus allen ecken, gestern kam ein brief von der polizei, ob ich mein am 3. juli umgeparktes auto selber da hin gestellt hätte, ich hatte sogar die umsetzung vergessen, weiß aber immerhin, wo mein auto jetzt steht.

beim radeln in letzter zeit das gefühl, dass ich dauernd bergauf fahre, luftdruck war vorne 2,5. aufgepumpt, hoffe auf besseres gefühl morgen.

weniger du musst, mehr ich kann, das ist mit das sinnvollste, was ich aus dem neuen job mit nach hause nehme, wo auf ideen mit einem „mach doch!“ reagiert wird.

freue mich auf ein planloses wochenende, ruhe tanken, nagellack machen, vielleicht friseur, weil jetzt ist auch egal. werde wohl nicht auf das adventsgrillen gehen, am wochenende danach kommt wieder besuch, und dann ist schon weihnachten, zähle die tage bis zum urlaub, stunde um stunde.

die am frühesten gekauften weihnachtsgeschenke, im juni, ein netter kram auf kickstarter, sind gestern abend tatsächlich angekommen, es sind angenehm alberne gadgets. hier waren wohl die macher vom erfolg überrascht und sind mit allem nicht mehr hinterhergekommen, ich hoffe, sie sind all der aufregung wert und gehen nicht sofort kaputt.

heute in der nyt mit einiger begeisterung die geschichte vom herrn lundy gelesen, der als sehr erwachsener mensch noch mal ein völlig anderes leben angefangen hat und jetzt schreibmaschinen repariert. sehr schön aufgemachter text, mit vielen bildern, es lohnt.

werden überhaupt noch welche hergestellt? wenn man auf so etwas schreibt, ist es nicht denken beim schreiben, sondern erst denken, dann schreiben, und um einen absatz zu verschieben, musst du die ganze seite neu eintippen, die langen wege der finger, bis die taste unten und der buchstabe auf dem papier ist, ich habe nach 30 jahren computer den prozess des schreibens mit schreibmaschine gründlich vergessen. alles private schreiben war bei mir handschriftlich, offizielles hab ich oft mit der hand entworfen oder vorformuliert, mit notfalls folgender holpernder reinschrift auf der maschine, tippex galore. schreibmaschine ist andauernde reinschrift. mein vater hat auch seine privaten briefe mit der schreibmaschine geschrieben, er hatte aber auch noch freunde und brieffreunde, die er nicht geduzt hat.

ich habe ja ein herz für alte mechanik, nutze meine alte valentine aber nie, wofür auch, ich könnte meine weihnachtskarten damit schreiben! das wäre ein liebesakt, den niemand bemerken würde.

foto von einer roten mechanischen schreibmschine auf einem holztisch

jedenfalls haben mich diese maschinen und das nachdenken darüber auf einen sehr erholsamen kurztrip gebracht, ich habe nicht bemerkt, wie die zeit vergeht, und so vergeht sie ja am besten. jetzt ist es plötzlich kurz vor elf, und ich wünsche ihnen eine angenehme nachtruhe.

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rauf und runter

kurze zwischenempfehlung für den winteranfang: während ich unter einer wärmflasche entspanne, gerate ich auf youtube in die dokumentation einer abfahrt, auf skiern, vom everest, ohne sauerstoff.

die bilder sind unfassbar toll, man fällt hinein und kann es nicht fassen, der riesige berg mit makellosen schneeflächen, gefilmt mit einer drone und einer helmkamera, die bruchkanten ins nichts, die versteckten gletscherspalten des khumbus icefall, blick mal von ganz hoch oben auf den mann als winzigen punkt in all der weite, mal direkt auf die skier. kommentarlos, man hört nix außer dem keuchen und husten des athleten, der den job für red bull übernommen hat, andrzej bargiel. und eher doofe athmo-musik. bin gebannt und sehe es grad zum zweiten mal, um die bilder der ersten minuten noch einmal sehen zu können. nein, ich möchte trotzdem auf keinen berg.

es gab in den letzten jahren einige solcher filme und dokus, ich mochte besonders die geschichte des franzosen aus der vorstadt von paris, der den aufstieg aus gründen der liebe und ohne viel vorbereitung einfach so gemacht hat, und finde den intensiven tourismus im himalaya befremdlich. youtube ist voll mit bildern und filmen von den massen in langen schlangen auf dem berg, und von den zurückgelassenen toten.

nach diesem red-bull-film konnte ich zum ersten mal nachvollziehen, warum jemand auf diesen berg will. solang es noch geht, es fällt zunehmend weniger schnee durch den klimawandel, danach ist das abenteuer noch schwieriger und steiniger.

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mi corazón

es ist alles unverändert. eine nachmittagsmilonga, richtig volle tanzfläche, fast alles gute tänzer*innen, die paare aufeinander eingestellt, sehr entspannte und freundliche athmo. das nou gab es damals noch nicht, es ist perfekt für mich, nicht so weit weg, groß genug, um wie heute einfach mal eine zeitlang auf einem sessel zu sitzen, ein sektchen zu trinken, wieder reinzukommen. geguckt, aber ich kannte niemanden, natürlich. hatte leider nicht genug traute impuls, um einfach jemanden aufzufordern, obwohl es einige einzelne männer gab, wenn auch wenige, die meisten kamen als paar. die strümpfe sind jedenfalls nicht mehr schwarz, sondern transparent, die kleider sommerlich, es ist immer sommer beim tango. bei minusgraden für die fahrt hose drüber ziehen, wie früher, als ich mit dem moped zum tango bin, und die lederhose immer erst ausziehen musste auf dem sofa im roten salon, und ich übertreibe nur unwesentlich, weil ich meistens mit dem rad gekommen bin. die herren im hemd und passenden hosen. zuhause gefühlt, sofort wieder in der blase, wo es die paar stunden nichts gibt außer tango, niemand schaut auf sein handy, das ist mir auch aufgefallen. werde mal in einen kurs gehen, mal schauen, ob ichs verlernt habe oder nicht, sie bieten dort auch etwas für wiedereinsteiger*innen an. publikum schön divers, alle altersgruppen. wirklich toll finde ich die angebote für inklusiven und therapeutischen tango, auch für trauernde gibt es etwas. optimales programm für die finsteren wintersonntagsnachmittage in berlin. gefreut, dass ich mit dem rad den prenzlauer berg wieder raufkomme, ohne auch nur außer atem zu kommen.

(bei meinem verd … itunes soll ich mich für jeden einzelnen tango aus den playlists neu anmelden, ich hab die seit den neunzigern über diverse macs mitgenommen. apple hat da wirklich komplett den anschluss verloren inzwischen.)

gemerkt, dass ich mich mit männergrössen nicht auskenne. mit den kids wie jedes jahr besprochen, dass es keine geschenke gibt, höchstens was kleines, aber halt nichts zu kleines – die größen 56 und 58 könnten für die zwillis passen, schlanke 185iger, der große mit seinen 195cm raumhöhe braucht wahrscheinlich was anderes. ist 56 einfach die fortsetzung der weiblichen 40iger – größen, könnte eine große frau auch eine 56 tragen? oder gibt es da eine lücke dazwischen, damit die männer sich größer fühlen können?

schöne neue cafés im kiez entdeckt. in der rykestrasse ist eins voller bücher, mit ganz hellen durchlässigen regalen, wollte gleich dableiben und was lesen, vielleicht kann ich da mein pensum wieder erhöhen, einmal pro woche ein paar stunden dort lesen, ich denke, man kann sich das buch von zuhause mitbringen wie sonst auch. und in der immanuelkirchstr. ein café wie früher, mit zusammengesammelten tischen und stühlen, aber mit mehrheitlich erwachsenen/älteren menschen, das finde ich angenehm, nicht nur das partyvolk wie sonst. es heisst „kaffee“, glaube ich. es war alles sehr sehr voll, samstag, sonne, viele touris. muss meine sonnenbrille mitnehmen, wenn das wetter so bleibt, die berliner sonne steht im winter immer und andauernd sehr tief und blendet.

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just dropped

ihr kennt ja meine schwäche für die mp, für mich nach wie vor das schönste stück musik überhaupt. wie gern wär ich bei der wiederaufführung dabeigewesen, 1829 in der berliner singakademie, wo immer die gewesen sein mag*, eine dame zwischen all den herren. die erstige wiederaufführung von zwei orgelstücken bachs verfolge ich ganz zeitgemäss leider auch nicht in irgendwelchen heiligen hallen, sondern an einem dunklen abend im november unter kopfhörern vor meinem rechner. es gelingt mir aber, trotzdem aufgeregt und bewegt zu sein, immerhin spielt ton koopman in der thomaskirche in leipzig, und kein platz im konzert hätte mir so eine sicht auf noten, tasten, künstler ermöglicht.

* sie wurde 1943 durch bomben zerstört, nach dem krieg wurde dort das maxim gorki theater hingebaut. die akademie gibt es immer noch, sie probt 2mal wöchentlich in moabit, man kann mitsingen, wie wunderbar ist das denn? ich schaff ja leider nicht mal einen festen abendtermin pro woche und meine stimmt altert natürlich genauso wie der ganze rest.

jetzt mit dröhnender orgel durch die wohnung laufen und wäsche abhängen, ausnahmsweise, ich mag orgeln deutlich lieber mit kirchenraum drumrum. die vielgestalt gleichzeitig anwesender gefühle wie immer eine freude. ich erkenne bach an seinen stellen, die bassläufe, das verspielte, leichtfüßig schöne, die diskrete perfektion. die suche nach diesen stücken, das bacharchiv, da würde ich sehr gern mal eine doku drüber sehen und hören.

(mitten in der mitte der neuen uraufführung leider fast eine stunde mit diversen reden, hoffentlich schneidet die noch jemand raus, was für eine zumutung. omnia vanitas)

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poste restante

nach nur einer woche lag ein weißer umschlag im briefkasten, darin der alte, zurückgekommene, mit einem sammelsurium an marken beklebt. die briefmarke darin ist schön sonnengelb und deutlich unverlierbarer als die deutschen. für bhutan bin ich inzwischen wahrscheinlich zu alt, das kloster sieht im netz derbe unerreichbar aus, weit oben an einer felswand.

ich soll sie nicht abspielen, schrieb der herr noch dazu, das alte plastik von 1973 sei zu brüchig, aber yt hilft da natürlich weiter.

gleich vorgenommen, mal wieder weihnachtspost zu verschicken, es kommt ja gar generell überhaupt keine private briefpost mehr, im sommer in italien habe ich nicht mal mehr postkarten gefunden, sie sind irgendwie mitsamt den kiosken verschwunden, alles ein opfer der digitalisierung. habe vor ein paar jahren die eine mit einem bild vom ferragosto-feuerwerk aus einem tabacchi mitgenommen, der inhaber meinte, sie würde längst nicht mehr nachgedruckt, lohnt sich nicht mehr, kauft keiner, außer mir natürlich. alles nur noch per whatsapp, bilderserien mit oder ohne reisebericht, das mag ich eigentlich auch, aber natürlich bleibt die am kühlschrank hängende postkarte viel länger in erinnerung, und als liebhaberin von autographen gefällt mir der gedanke, wie jemand sie im urlaub in der tasche oder im zimmer herumliegen hat, lastminute noch schreibt, mit der sommerhandschrift, und dann am letztmöglichen briefkasten einwerfen muss, es ist eine handfeste erinnerung.

früher musste ich die fläche dort einmal im jahr leeren, inzwischen kommen vielleicht im jahr ein oder zwei karten, vom großen (dieses jahr kam sie aus nepal, das war schon aufregend) und von der besten freundin. martin hat auch immer mal eine geschickt, eng beschrieben, als gruß aus einem fernen leben. inzwischen sind im briefkasten nur noch rechnungen und werbung, alles andere kommt als paket und muss dann aus nahen spätis abgeholt werden.

zeit für die weihnachtsbestellung aus nürnberg, da kann ich auch die lieferung terminieren, wenn ich micht richtig erinnere.

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ognissanti

ich bin ja so eine etwas schwankende agnostikerin, die an den feiertagen und -zeiten, wie weihnachten und ostern, sehr deutlich in richtung glauben kippt, ich fühle mich dann geborgen und kann das nichtwissen genauso ignorieren wie das wissen darüber, wieviel unfassbares leid die religionen über die menschheit gebracht haben, wieviel unrecht den frauen angetan wurde und wird, usw usf.

ab reformationstag bin ich gefühlt wieder christin und ärgere mich darüber, dass es im geizigen berlin keinen freien tag dafür gibt. ich war früher mal bei einem kirchlichen arbeitgeber, da durfte ich freinehmen, wenn ich einem gottesdienst beiwohnen wollte. stattdessen im job halloween gefeiert, das war auch okay.

in italien ist der 1. november ein (katholischer) feiertag, allerseelen, da gedenkt man der toten, zündet ihnen für die dunkle jahreszeit eine kerze an, ich erinnere mich an die fotos von hell erleuchteten friedhöfen, kannte und kenne aber niemanden, der selber was angezündet hat, klar, wir waren alle knapp über 20 damals, da hatten wir noch keine toten, aber es war auch niemand auf diese art gläubig, das waren die anderen. wobei halt, eine klassenkameradin musste sogar zur frühmesse um 5, jeden tag, das wurde als sehr, sehr sonderbar und eher eine art von mißbrauch angesehen.

inzwischen trage ich meine toten so mit mir herum, sie sind teil des inneren panoptikums, denke sozusagen immer und nie an sie.

ich mag den jetzigen umgang mit allerseelen lieber, die geister werden im lebendigen gefeiert, die toten und ihre gespenster in einer kindgerechten form, sie werden mit süßkram beschenkt, damit sie den lebenden wohlgesonnen bleiben, und ziehen wieder von dannen. auf dem heimweg über die vielen kinder auf beutezug gefreut, gefühlt eher unter 10 jahren, die meisten mit ebenfalls verkleideten müttern.

der gregorzwilling war hier, auf einer party, und ist als zombie-cowboy gegangen. er war grade los, da hat es an der tür geklingelt, und ein kleiner zombie sagte seinen spruch auf, auf englisch, ich hatte was da und hab erzählt, dass eins meiner kinder grade auch als zombie los ist, da hopst der kleine auf und nieder und sagt: „I saw him! I saw him! He shot me!“. zum glück hatte ich meine minimal-verkleidung noch an, mit inzwischen passend verschmierter schminke.

vielleicht heute mal wieder in einen der wenigen fantasy*-romane schauen, die ich mag und gelegentlich lese, wie den herrn der ringe (seit jahren nicht mehr, schade) in der schönen originalausgabe aus den endsiebzigern, oder susan cooper mit ihrem feinen „the dark is rising“. deborah harkness mit den folgebänden ihrer all souls-trilogie ist auch noch auf der ersten kindle-seite, und den letzten roman der „rivers of london“-reihe von ben aaronovitch hab ich auch noch nicht durch.

oh, zu fantasy: ich hab wirklich besser denken können früher. noch mal den beim thema serien verlinkten vortrag von lev grossman geguckt, er hat mit einigem drama geschildert, wie im 18. jh „der realismus“ über die literatur kam:

„… reading culture developed a huge obsession with realism, realism clamped down on literature and became the definition of what literature was. Fictional worlds were supposed to look like the real world, and the other stuff, the fantasy stuff, the goblins, whatever else, it got pushed into various different margins. It got pushed down to the children, it got pushed off to the supermarket racks, gothic literature, to the genres. And this death grip of realism, it only tightened when the modernism came along, who really codified it. But this wasn’t always the case. You go back a little further, you get into shakespeare …“

usw, bei shakespeare gab es noch hexen, geister, alles. er bringt gattung und inhalt durcheinander, und die beschriebene trivialisierung oder infantilisierung hat ja auch mit anderen inhalten stattgefunden und sie nicht als ganzes diskreditiert, wie liebesromane oder historienschinken, aber diesen kleinen rechtfertigungsdrang habe ich auch immer noch, wenn ich das lese, phantastik (kling seriöser als fantasy) als eher gebrauchsliteratur, die nur im kinderbuch okay und erwünscht ist, im gutbürgerlichen bücherregal der erwachsenen aber keinen platz mehr hat. das habe ich mit der muttermilch eingesogen und empfinde immernoch diese absurde kleine scham, die ich beim lesen schnell wieder vergesse, sind doch die bücher oft eher plot-driven und bleiben in bewegung, sind leicht lesbar, haben keine eigene stilistische metaebene, also doch eher für eskapismus geeignet, yadda yadda, nu, so ist es halt.

ich bin aus der schuld- und scham-generation, immer wieder erstaunlich, wie tief das eingesickert ist durch erziehung etc. ich fühle das noch, kann aber drüber lachen, nach einer gelegentlich zu langen weile, dermassen dankbar, dass die zeiten anders sind.

dabei fällt mir auf, warum ich die oben erwähnten nicht weitergelesen habe: weil der ínhalt bei ihnen, oft in einer nichtersten folge der romanserie, zerfranst ist, es zuviele figuren gibt, die linien sich verlieren etc. – das ist die gefahr bei diesen büchern, wenn der plot oder die plotentwicklung schwachstellen haben, bleibt wenig grund zum weiterlesen.

ohje, da bin ich irgendwie in ein zu weites feld geraten beim bloggen. flüchten oder standhalten, löschen oder nicht? hilfe beim sortieren wird gern angenommen.

in der wikipedia auf den begriff „sozialistischer realismus“ gestossen, gleich an irmtraud morgner gedacht, die ja in der ddr veröffentlicht hat, die hab ich in den neunzigern vielleicht auch deshalb gern gelesen, weil sie diesen klugen und schön selbstverständlichen umgang mit phantastik hat, zb in der trobadora beatriz, erinnern kann ich mich aber nur ans buch selber, hell-lila einband, sammlung luchterhand, nicht mehr an den inhalt. den verlag gibt es erfreulicherweise noch, er gehört jetzt penguin, das buch erscheint inzwischen bei btb.

(upsi. zu lang wieder, sry)

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going places

mir ist beim neuen job aufgefallen, dass ich die treppen langsamer als früher runter laufe, und es kippte grade in so eine vorsicht, die mich noch langsamer machen wollte, sofort damit angefangen, das schnellere gehen zu üben, musste am anfang mitdenken, inzwischen ist es wieder wie früher. socken im stehen anziehen, auf einem bein zähne putzen etc. eine lieblingstante hat mir einen tip gegen die arthrose gegeben: auf einen hohen stuhl oä setzen, die füße eine längere weile lang baumeln lassen, die bewegung ohne kraft und druck tut den kniegelenken gut, die knorpel können sich erholen. habe meinen klavierhocker ganz hoch gestellt und werde berichten. das alter schleicht über alle kanäle heran, und es ist nicht mehr „unmerklich“, wie früher.

diese woche bin im stehen mit dem rad umgefallen, das muss man auch erst mal schaffen, danach überall schmerzen. der davidzwílling hat mir erklärt, wieso: weil eine reaktion aus dem rückenmark, unter umgehung des gehirns, in sekundenbruchteilen alle muskeln hart anspannt, von null auf 100, damit knochen und organe geschützt werden, schneller als jede entscheidung. ich hab mich während des fallens gewundert, wie wenig, nämlich gar nichts, ich dagegen tun kann, auf dem beton zu landen, mit dem kopf, der als letztes aufgeschlagen ist, den helm hatte ich noch nicht auf. am nächsten morgen kam ich nicht aus dem bett, ein muskelkater aus der hölle, konnte den kopf nicht heben, den oberkörper nicht, gar nichts. krankgemeldet und aus dem bett gewälzt. alles sehr beeindruckend.

gestern abend rief mich eine schweizer nummer an, ein älterer herr lässt sich meinen namen bestätigen und fragt mich, ob ich im mai eine briefmarke gekauft hätte. ich erinnere mich dunkel daran, wie ich im internet einen hinweis auf eine abspielbare briefmarke aus bhutan gefunden hatte, als schallplatte abspielbar, und sehr fasziniert einem kauf via ebay nicht widerstehen konnte. die briefmarke kam nie an, ich habs dann wohl vergessen, bis gestern, da ist diese briefmarke nämlich wieder in der schweiz angekommen, von wo ich sie gekauft hatte. hab sie nicht abgeholt vom kiosk, vielleicht hatte ich auch keinen zettel im briefkasten, erinner ich nicht genau, sonst hätte ich da auch mal nachforschungen angestellt. dieser freundliche mensch hat dann meine telefonnummer ausfindig gemacht und mich tatsächlich angerufen, um mir das zu erzählen, in wunderbarem schweizer akzent, den ich gleich mit sommer und ferien verbinde. er schickt sie jetzt nochmal, in einem normalen brief, ohne einschreiben, freu mich drauf, sie wird einen ehrenplatz an der wand bekommen, als einziges und einzigartiges sammlerstück, also falls sie ankommt.

und, wisst ihr, wo thimphu liegt?

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familie, fenster, theater

gestern neulich* meldete sich der große, er sei übrigens gleich da, und am sonntag würden wir zusammen ins theater gehen, ins BE nämlich, das sei ihr geburtstagsgeschenk, „ihr“ as in die jungs. es ist sehr passend gelegt, am freitag heiratet nämlich ihr halbbruder, der erstsohn von der zweitfrau ihres vaters, sry, das war nur für die formulierung, ich bin da nur noch unter ferner liefen bei den beiden, sie sind sich die ersten. ich what?-te ein paar sekunden, dann rieselt die vorfreude, die zwillis kommen also auch, full house! auf dem heimweg schneller mini-großeinkauf, dann begrüße ich den david-zwilling ebenfalls, der g.-zwilling kommt direkt zum partyort. am samstag war dann mutterdienst angesagt, sie hatte zahnschmerzen, ich hab sie zum wochenendarzt gefahren, wo eine ärztin, die nicht richtig betäuben konnte, ihr eine wurzel gezogen hat. ich war missgelaunt, weil ich den tag lieber mit den jungs verbracht hätte, aber es ist wie es ist.

beim frühstück fällt dem biologen-zwilling angesichts der frischen feigen auf dem tisch ein, dass wespen ihre eier gerne in feigen legen und dann daraus schlüpfen, beim eis in wunderbaren karamelltönen erzählt der andere zwilling ähnlich begeistert vom klärwerk, wo er grad im praktikum ist, ich freu mich, dabei zu sein.

das stück ist ein monolog, die niemand von uns so recht mag, aber der schauspieler ist fantastisch, natürlich, jens harzer in seiner premiere am berliner ensemble. in den sparzeiten grade sind monologe vielleicht die zukunft des theaters, vielleicht spielen die schauspieler dann bald wieder mehrere rollen gleichzeitig, wobei halt, reese mag soloauftritte, das war glaub ich der dritte, den ich von ihm gesehen habe (nach sarah und mein name sei gantenbein).

ich genieße jede minute mit den kindern, wir machen ein schönes bild nachher im hof vom be, genau wie nach „sarah“, wie ich grad gelesen habe. dieses we ist der gregorzwilling mit freundin im haus, wg parties in berlin, ein hoch auf die andauernden parties in berlin! es kommen noch zwei weitere freunde von ihnen dazu, ich denke kurz intensiv an meine ungeputzten fenster, die inzwischen als sonnenschutz funktionieren, und mache mir gedanken über den eindruck. es braucht echt ein paar minuten, bis ich merke, wie gut es mir geht.

nachwievor nach der arbeit zu kaputt, um richtig auszugehen, auch wenn es meistens eher eu-stress ist. die müdigkeit macht, dass ich kids und freunde nicht spontan zum essen einlade, weil die jugend in dem alter immer annimmt, sondern damit warte, bis die weiteren freunde wieder weg sind.

*vor 6 wochen-neulich. sollte häufiger bloggen.

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innen/außen

what was it you wanted

tell me again so I know

interessante phase, sehr intensiv, gefühl, als ob die firniss sich aufgelöst hat, die farben wieder verschwimmen und sich verändern können. fühle den grund beim laufen, das ist der boden, du kannst springen, wenn du willst.

dadurch werden die tage irgendwie länger, es ist soviel zeit, soviel zu tun, alles und das echo von allem. und haushalt ist ja auch noch.

einen fragebogen ausgefüllt, es wurde zb gefragt, ob ich gewisse dinge alleine mache (geld, alltag, freunde, familie), aber machen das nicht alle? der andere stern, der stern der anderen.

das kaputte bianchi-rad auf den balkon ausgelagert, jetzt für das geerbte alte biedermeier-dingsi, (wo der mann der urgroß-patentante an den seiten jeweils eine strebe aus den armstützen rausgesägt hat, damit kopf und füsse auch noch draufpassen, aber die sind inzwischen wieder drin) noch ein tischchen und eine lampe dazu, dann habe ich eine weitere sitzgelegenheit, die ich mal nutzen könnte, statt immer nur nach der arbeit in die horizontale abzukippen.

meine tir ist 80%, das ist eigentlich in ordnung. hypos und hypers je 10%. besser geht immer.

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