kw 9 ende

versuche meinen twitterfeed hier einzubauen, aber es dauert, wie alles, länger, und es wird mich auch nicht klüger machen.

das internet ist fürs mittelmaß nicht geschaffen, die entspannte präsenz geht also nur bei genügend tragfähiger eigenliebe. das mittelmaß verteidigen, in einem roman. der ansporn-dorn in den flanken von sancho panzas gaul, aber so, dass statt unfreiwilliger komik hilflose schönheit entsteht.

gestern haben zwei schöne männer über die liebe gesungen, eine fee hat sich aus- und wieder angezogen, ich habe ommm gesagt, zu mir selber. nachher war es auch noch ein lauer abend. frühling. pah!

wildschweingulasch vom kleinen konsum in glashütte, ein kilo für 12 euro, schon der laden lohnt die anreise. sehr lecker, scharf anbraten, dann auf kleiner flamme oder im ofen für anderthalb stunden simmern lassen, da legt sich der hund direkt vor die küche und träumt. außerdem 500g selbstgemachte leberwurst gekauft, sie hat 5 tage gehalten, der geschmackskoeffizient gramm/tage, wobei 1= sofortweg ist.

wahnsinnig schwer grad, einen zeitpunkt fürs gemeinsame essen zu planen, sie sind alle viel unterwegs.

kw 29

freude über die tapeten an den wänden der motels bei supernatural, eins pro episode. ich will nicht wissen, warum ich mir das angucke.

am zeugnistag ruft der vater an und erkundigt sich. gespräche, bei denen die kinder fast nichts sagen, weil er die meiste zeit redet. „ja“, „nein“.

letzte gitarrenstunde. wird mir fehlen. die grundlagen reichen, um allein weiterzumachen, sonst war ja nichts, rien de rien.

lieder schreiben.

manhattan geguckt, über den letzen konflikt gefreut, bei dem gut und böse nicht zuzuordnen waren, der film hat sich auch nicht entscheiden müssen. sie haben diskutiert und nicht geschossen, eine wohltat, wobei dann am ende natürlich eine atombombe fällt und alle gesprächskultur ad absurdum führt.

die zigarette danach.

 

 

eins null

twoday

10 jahre hotelmama, wer hätte das gedacht. vielen dank fürs lesen und kommentieren und verlinken, für die freundschaft und für die drinks!

ein paar gute texte sind dabei, vielleicht kommen auch noch ein paar, ich bleib dran und mache einfach immer weiter. bloggen ist die perfekte form der öffentlicheit für solche wie mich.

kraftstoff

der zustand zwischen schockstarre und hamsterglück, wenn man mit supervollem einkaufswagen an der supermarktkasse steht. 3 teenagerjungs. sie wollen braten und bratensauce, steaks und steaksauce, sie wollen richtige lasagna mit ragù und bechamel, oder weißwürste, und nachtisch. danach torte. wenn sie nachmittags nach hause kommen, gibt es immer erstmal spiegeleier und speck, salamibrote und kekse, dazu ein paar kilo äpfel am tag, und ein pfund möhren, getunkt in knoblauchöl mit petersilie. wenn der kühlschrank bei schulschluss leer ist, machen sie auf dem absatz kehrt und kaufen sich erstmal schawarma oder falafel, und vielleicht noch einen hotdog für den weg. ich weiß nicht, wo das alles hingeht, der große ist hoffentlich ausgewachsen, die zwillis sind noch vor dem schub. ich kaufe ihnen kein buntes junkfood zum frühstück, von den normalen müslikram essen sie halt mehr, es gab cornflakes mal in kilopackungen! das war praktisch. und für das dünnste kind immer noch den sahneschwapp mit rein, wenn es nicht hinguckt, leckere weihenstephaner, in halbliterflaschen. sehr große goudastücke, die über nacht verschwinden, von den aus italien mitgebrachten leckeren salamis ist schon keine mehr da („die schmeckten komisch, aber ich hab sie dann trotzdem gegessen“ – trüffel-, steinpilz- und fenchelsalami. seufz), die paar kilo erdbeermarmelade vom sommer sind auch schon arg dezimiert, da bleibt nichtmal was zum verschenken übrig. das schulessen schmeckt ihnen nicht mehr, ich habe sie abgemeldet und überlege grad wieder, bentos mitzugeben, zu den schulbroten dazu, damit die organismen durch den tag kommen.

not quite

schwerer gefütterter schlafsofabezug, nur mit 600bpm geschleudert, trocknet in 4 stunden, andere wäsche in zweieinhalb, haut ist trocken wie ein altes pergament, der winter ist eine wüste hier in berlin, und wie jedes jahr ist er erst zuende, wenn man keine träne mehr weinen kann mitte april.

allererstes symptom des nahenden übergangs in die XXX* (nächste lebensphase) erlebt, erschrocken, es für eine hypo oder einen spontanen fieberanfall gehalten. eins nach dem anderen kommt dazu, eine lange kette voller steine, die wir frauen tragen müssen, als wären es perlen, wir haben keine wahl, als dabei heiter und souverän zu bleiben. männer: ihr wisst nichts, nichts. nichts.

dinnertime, und wenn das nervenkostüm mal nicht sitzt: pesto

*sorry. bin noch nicht so weit, dass ich das auch noch benennen will.

Unbenannt

in meiner stillen viertelstunde wildes gezappe durch die musik. nichts fittet, nichts kommt durch, alles bedeckt nur das notwendigste. keine große umarmung. eigentlich ist mir zumindest nach tango, irgendeiner kommunikationsform, die den körper einschliesst. bleibe ausgerechnet beim kölnkonzert hängen, das macht auf eine seltsam altmodische weise traurig, die ich dann erstmal nicht mehr weg kriege, muss lachen, weil ich herz voran ins sentimentale rutsche, mit einem affenzahn, die schnelligkeit von gedanken ist bisschen ennervierend. kurzurlaub an dem ort, den ich leid bin. dabei weiss ich immer noch nicht, was ich heute kochen soll und muss jetzt was blödes improvisieren. dann sport.

 

logistik. nächste woche würd ich zweimal theater wollen, einmal shakespeare-wilson-georgette, sollte man schon hingehen eigentlich, und einmal den ollen herrn jahnn in der volksbühne, der findet alle paar jahre eine seele, die ihn inszeniert, silvia rieger hat sogar den pastor ephraim magnus schon auf die bühne gebracht, ein stück mit liebe, inszest, religion und noch irgendwas, ja: und kannibalismus, übel expressionistisch. donnerstag und freitag. donnerstag hätt ich auch noch sport, aber ich habe nun so lange, jahrelang, keinen sport gemacht, da wird doch einmal mehr … die jungs wären dann zweimal hintereinander allein und werden theater hassen fernsehsüchtige monsterkinder, wenn sie groß sind.

samstag ist dann alles gut, da geh ich auf einen 50sten, bei einer fastbesten freundin, das ist kein wirkliches ausgehen, das ist eher ein hingehen. und am nächsten tag ist keine schule, ich kann vielleicht ein video aussuchen, äh mit tieren?

schweres leben in der großstadt.

ich könnte auch donnerstag zum sport und müsste mich dann am freitag nur zwischen den theatersachen entscheiden, die kommen da beide. den wilson streichen, der kommt bestimmt nochmal. der jahnn, der letzte ist 18 jahre her, das kann dauern. lieber wär mir die medea gewesen, wie sie ruft: „schlaf ist an dir in meiner gegenwart“, und jason wendet sich ab, der autor ist eh total vergessen, warum dann diese kleinen schlecht spielbaren sachen machen? es muss eine junge regisseurin sein, die ihn inszeniert. gibt es noch diese jugendlichen jahnn-phasen? sollte vielleicht doch lieber in den wilson gehen. andrerseits hängt das jahnn-ticket schon am kühlschrank.

totale müdigkeit, eine blitzgrippe, hoffe ich. heut früh, als ich noch wollte, in joggingschuhen bis zur ecke gerannt, dann hinsetzen gewollt und wieder umgekehrt, runkeeper zeigte mir 100m und 4 minuten. den tag über liegengeblieben. die kinder kommen immer mal wieder und gehen zum glück bald, ich bin das zentrum eines zentrifugalen tanzes mit drei halbherzigen tätern, alle aber sind schön und gut zu mir, einer hätte fast tee gekocht, wenn ihm nicht was dazwischengekommen wäre. eine neumodische erkrankungsform! sie heißt ebbe und betrifft alles über normalnull. jetzt ist der tag an seinem grund und ich bin plattgelegen und begreife nicht mehr, warum ich mir einen hund angeschafft habe.